EnBW: Kartellamt stimmt möglichem Prokon-Kauf zu

EnBW: Kartellamt stimmt möglichem Prokon-Kauf zu

Wenn der Energiekonzern EnBW sich entscheidet die insolvente Windenergiefirma Prokon zu kaufen, darf er das, entschied heute das Bundeskartellamt. Jetzt fehlt nur noch die Entscheidung der Prokon-Gläubiger.

Das Bundeskartellamt gibt grünes Licht für den möglichen Kauf der insolventen Windenergiefirma Prokon durch den Energiekonzern EnBW. Das angemeldete Zusammenschluss könne vollzogen werden, teilte der Karlsruher Energieversorger unter Berufung auf die Behörde am Dienstag mit. Das Bundeskartellamt selbst gab die Freigabe auf seiner Internetseite bekannt (Aktenzeichen B8-58/15).

Erst aber muss die Gläubigerversammlung zustimmen. „Die Stärken der beiden Unternehmen ergänzen sich perfekt“, warb EnBW-Chef Frank Mastiaux für sein Vorhaben. Die Genussrechtinhaber von Prokon würden wie auch die anderen Gläubiger „einen substanziellen Betrag in bar erhalten: zeitnah, sicher und fair.“ Auf einen großen Teil ihrer Forderungen müssten sie dann aber verzichten.

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Deutsche Energieversorger im Vergleich

  • E.On

    Umsatz im Jahr 2013: 36,8 Milliarden Euro

    Kraftwerkskapazität im Jahr 2013: 18.518 Megawatt

    Stromabsatz im Jahr 2013: 704 Terawattstunden

    Anteil Erneuerbaren Energien: 11 Prozent

    Quelle: Statista, Unternehmen

  • RWE

    Umsatz im Jahr 2013: 28,1 Milliarden Euro

    Kraftwerkskapazität im Jahr 2013: 28.257 Megawatt

    Stromabsatz im Jahr 2013: 271 Terawattstunden

    Anteil Erneuerbaren Energien: 6 Prozent

    Quelle: Statista, Unternehmen

  • EnBW

    Umsatz im Jahr 2013:20,5 Milliarden Euro

    Kraftwerkskapazität im Jahr 2013: 13.802 Megawatt

    Stromabsatz im Jahr 2013: 128 Terawattstunden

    Anteil Erneuerbaren Energien: 13 Prozent

    Quelle: Statista, Unternehmen

  • Vattenfall

    Umsatz im Jahr 2013: 15,3 Milliarden Euro

    Kraftwerkskapazität im Jahr 2013: 18.352 Megawatt

    Stromabsatz im Jahr 2013: 86 Terawattstunden

    Anteil Erneuerbaren Energien: 23 Prozent

    Quelle: Statista, Unternehmen

Die Gläubigerversammlung entscheidet am 2. Juli, ob sie das EnBW-Angebot von rund 550 Millionen Euro annimmt oder als Eigentümer die Prokon-Windparks im Rahmen einer Genossenschaft fortführt. In beiden Fällen wäre fast die Hälfte des Geldes von rund 40.000 Anlegern verloren.

Bares für Wind Energieversorger EnBW will Pleite-Firma Prokon kaufen

Der Energieversorger EnBW aus Karlsruhe bietet für das Windgeschäft der Pleite-Firma Prokon eine halbe Milliarde Euro in bar. Für den Energieversorger wäre der Kauf der große Einstieg in das Geschäft mit Ökostrom.

EnBW Quelle: REUTERS

EnBW hatte sich zuvor im Bieterverfahren für das Investorenmodell mit dem besten Angebot durchgesetzt und wirbt seitdem intensiv bei den Prokon-Gläubigern für den Verkauf an EnBW. EnBW will mit der Übernahme seine Ziele bei der Energiewende schneller erreichen oder sogar übertreffen. Der Verein „Freunde von Prokon“, in dem rund 10.000 Gläubiger organisiert sind, macht sich hingegen für die Genossenschaftslösung stark.

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