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Energie: Grundsteinlegung für das vielseitigste Hybridkraftwerk der Welt

von Wolfgang Kempkens

In brandenburgischen Prenzlau entsteht das vielseitigste Hybridkraftwerk der Welt. Die Anlage, die 2010 fertig gestellt wird, soll das Wasserstoffzeitalter einläuten.

Windradmast von Enertrag Quelle: dpa/dpaweb
Windradmast von Enertrag Quelle: dpa/dpaweb
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Das viel beschworene Wasserstoffzeitalter kann erst beginnen, wenn der Brennstoff umweltverträglich hergestellt wird, also ohne Emissionen von Kohlendioxid und Schadstoffen.

Das brandenburgische Unternehmen Enertrag aus Dauerthal weist den Weg. Bundeskanzlerin Angela Merkel legt heute in Prenzlau gut 50 Kilometer südwestlich von Stettin den Grundstein für das vielseitigste Hybridkraftwerk der Welt. Es erzeugt Strom, Fernwärme und Wasserstoff, mit dem sich Brennstoffzellenfahrzeuge betanken lassen.

Strom liefern drei Windenergieanlagen mit einer Leistung von jeweils zwei Megawatt sowie zwei Blockheizkraftwerke, die jeweils bis zu 350 Kilowatt beisteuern. Dazu liefern sie Wärme, die in das Fernwärmenetz der Stadt Prenzlau eingespeist wird. Das Biogas wird aus Mais hergestellt.

Ein Teil des produzierten Stroms wird ins öffentliche Netz eingespeist, der Rest in einem Elektrolyseur in Wasserstoff umgewandelt.

Stündlich entstehen darin aus Wasser bis zu 120 Kubikmeter Wasserstoff. Dieser wird in einem Kompressor verdichtet und in fünf Drucktanks gelagert. Daraus wird die Tankstelle versorgt.

Bei hohem Windangebot produziert der Elektrolyseur mehr Wasserstoff, als die Tanks fassen. Dann wird der Überschuss dem Biogas beigemischt, das in den Blockheizkraftwerken verfeuert wird.

Das Biogas-Wind-Hybridkraftwerk lässt sich an jeden Bedarf anpassen, weil es über zwei Puffer verfügt. Zum einen über die Wasserstoff-Druckspeicher, zum anderen über die Biogasanlage. Beide Systeme lassen sich so  steuern, dass ständig Strom und Wärme geliefert werden und dazu noch die Tankstelle zuverlässig versorgt wird.

Im Frühjahr 2010 soll die komplette Anlage fertig sein. Die Investitionskosten liegen bei 21 Millionen Euro, die zum Teil vom Land Brandenburg aufgebracht werden.

5 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 17.05.2009, 17:39 UhrAnonymer Benutzer: Ökoheinz

    zu Vandale 6906:
    Warum muss ich für die Kilowattstaunde 20 - 25 Cent zahlen??
    Was ist mit Endlagerungskosten und Abrisskosten der KernKW? Wenn die bei der Produktion mit eingerechnet würden, wäre Strom aus KKW heute schon finaziell uninteressant! Aber das zahlt ja wieder der Steuerzahler.

  • 09.05.2009, 15:50 UhrAnonymer Benutzer: Herbert Scharz

    Das ist die Energieerzeugung der Zukunft:
    -keine Abhängigkeit mehr vom Ausland
    -keine Schadstoffe und Umweltbelastungen
    -90% Wirkungsgrad
    -beim Elektroauto ist der Auspuff das nächste Kraftwerk
    -Stromherstellungskosten ca. 1,5 ct/kWh, siehe "solare
    Wasserstoffwirtschaft"

  • 27.04.2009, 15:11 UhrAnonymer Benutzer: Klaus

    ich glaube wir sollten das Geld der Abwrackprämie lieber in solche Projekte stecken, anstatt weiterhin Überkapazitäten in überholten industrien am Leben zu erhalten.

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