Energie: Grundsteinlegung für das vielseitigste Hybridkraftwerk der Welt

Energie: Grundsteinlegung für das vielseitigste Hybridkraftwerk der Welt

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Windradmast von Enertrag

In brandenburgischen Prenzlau entsteht das vielseitigste Hybridkraftwerk der Welt. Die Anlage, die 2010 fertig gestellt wird, soll das Wasserstoffzeitalter einläuten.

Das viel beschworene Wasserstoffzeitalter kann erst beginnen, wenn der Brennstoff umweltverträglich hergestellt wird, also ohne Emissionen von Kohlendioxid und Schadstoffen.

Das brandenburgische Unternehmen Enertrag aus Dauerthal weist den Weg. Bundeskanzlerin Angela Merkel legt heute in Prenzlau gut 50 Kilometer südwestlich von Stettin den Grundstein für das vielseitigste Hybridkraftwerk der Welt. Es erzeugt Strom, Fernwärme und Wasserstoff, mit dem sich Brennstoffzellenfahrzeuge betanken lassen.

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Strom liefern drei Windenergieanlagen mit einer Leistung von jeweils zwei Megawatt sowie zwei Blockheizkraftwerke, die jeweils bis zu 350 Kilowatt beisteuern. Dazu liefern sie Wärme, die in das Fernwärmenetz der Stadt Prenzlau eingespeist wird. Das Biogas wird aus Mais hergestellt.

Ein Teil des produzierten Stroms wird ins öffentliche Netz eingespeist, der Rest in einem Elektrolyseur in Wasserstoff umgewandelt.

Stündlich entstehen darin aus Wasser bis zu 120 Kubikmeter Wasserstoff. Dieser wird in einem Kompressor verdichtet und in fünf Drucktanks gelagert. Daraus wird die Tankstelle versorgt.

Bei hohem Windangebot produziert der Elektrolyseur mehr Wasserstoff, als die Tanks fassen. Dann wird der Überschuss dem Biogas beigemischt, das in den Blockheizkraftwerken verfeuert wird.

Das Biogas-Wind-Hybridkraftwerk lässt sich an jeden Bedarf anpassen, weil es über zwei Puffer verfügt. Zum einen über die Wasserstoff-Druckspeicher, zum anderen über die Biogasanlage. Beide Systeme lassen sich so  steuern, dass ständig Strom und Wärme geliefert werden und dazu noch die Tankstelle zuverlässig versorgt wird.

Im Frühjahr 2010 soll die komplette Anlage fertig sein. Die Investitionskosten liegen bei 21 Millionen Euro, die zum Teil vom Land Brandenburg aufgebracht werden.

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