Energie: Unternehmen drohen Lieferengpässe bei Gas und Strom

exklusivEnergie: Unternehmen drohen Lieferengpässe bei Gas und Strom

Bild vergrößern

Kavernengasspeicheranlage der Firma E.On

von Henning Krumrey, Jürgen Salz, Harald Schumacher und Florian Willershausen

Deutschen Unternehmen drohen bei anhaltenden Minustemperaturen Lieferengpässe bei Gas und Strom. Betroffen wären zunächst Großkunden in Süddeutschland.

Dort bekamen erste Firmen den Mangel bereits jetzt zu spüren, nachdem der russische Gaslieferant Gazprom seinen Export in den vergangenen Tagen gedrosselt hatte, berichtet die WirtschaftsWoche. Weil der deutsche Verteiler Open Grid Europe den Weitertransport Richtung Süddeutschland daraufhin auf die vertraglich vereinbarte Mindestmenge reduzierte, musste die Gasversorgung Süddeutschland (GVS) ebenfalls die Belieferung ihrer Kunden einschränken.

In einem Schreiben bat das Unternehmen „dringend“ seine Abnehmer, „alle zur Reduzierung Ihres Bezugs aus dem Netz zur Verfügung stehenden Maßnahmen anzuwenden“. Das Unternehmen versorgt Stadtwerke und Regionalverteiler mit Gas.

Anzeige

Der Vorstandsvorsitzende der Energieversorgung Baden-Württemberg (EnBW), Hans-Peter Villis, bestätigt, dass „die Sicherheitsreserven sich dem Ende zuneigen“. Die Versorger müssten mächtig eingreifen, um Engpässe auszugleichen. „Dank vieler gerade in den letzten Tagen durchgeführter Maßnahmen ist die Versorgung noch sicher und stabil“. Allerdings: „Die einsetzbare Kraftwerksleistung ist infolge der im vergangenen Jahr außer Betrieb genommenen Kernkraftwerke deutlich reduziert, und der gegenwärtige Gasengpass vergrößert dieses Dilemma zudem noch“, so Villis.

weitere Links zum Artikel

Er hoffe, durch die Kältewelle werde „die Erkenntnis weiter reifen, dass der Umbau des Energiesystems konsequent, aber mit Außenmaß erfolgen sollte“. Zugleich forderte Villis die Einrichtung eines eigenständigen Energieministeriums: „Eine Energiepolitik aus einer Hand und gern auch von einem Fachministerium geführt, könnte hier durchaus helfen.“

Sollten die russische Gazprom ihre Gaslieferungen wegen erhöhter Nachfrage im eigenen Land weiter drosseln und die Temperaturen frostig bleiben, könnte es für Unternehmen eng werden. Per Gesetz hat die Versorgung der Haushalte mit Wärme Vorrang vor der Belieferung der Industrie. Wenn die Exportmengen nicht 100-prozentig eingehalten werden, hieß es bei Gazprom auf Anfrage der WirtschaftsWoche, verpflichte sich der Konzern zur Zahlung „kleinerer Vertragsstrafen“.

Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%