Energiekonzern: Milder Winter belastet RWE

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Energiekonzern: Milder Winter belastet RWE

, aktualisiert 14. Mai 2014, 09:27 Uhr
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Der Vorstandsvorsitzende der RWE AG, Peter Terium

RWE muss im ersten Quartal erneut Belastungen verbuchen. Deutschlands zweitgrößter Energieversorger legte noch schlechtere Zahlen vor als E.On. Schuld sind niedrige Börsenstrompreise und der milde Winter.

RWE kämpft mit wegbrechenden Gewinnen. Im ersten Quartal sei der Nettogewinn um ein Viertel auf 995 Millionen Euro gefallen, teilte der Versorger am Mittwoch mit. Ursache sei vor allem das Erzeugungsgeschäft, das wegen der sinkenden Strom-Großhandelspreise kriselt, erklärte Vorstandschef Peter Terium. "Hinzu kam, dass die Wintertemperaturen - nach der extremen Kälte im Vorjahr - dieses Mal ungewöhnlich mild waren." Der Konzern passte wegen des geplanten Verkaufs seiner Öl- und Gasfördertochter Dea seine Jahresprognose an. So soll ohne operativen Beitrag von Dea der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen bei 6,4 bis 6,8 Milliarden Euro liegen. Bislang hatte RWE inklusive Dea 7,6 bis 8,1 Milliarden veranschlagt. Im Vorjahr war der Wert auf 8,7 Milliarden gefallen.

Den Essenern macht wie auch E.ON und zahlreichen Stadtwerken die Energiewende zu schaffen. Durch den Ausbau des Ökostroms werden die Kohle- und Gaskraftwerke aus dem Markt gedrängt. Zugleich fallen die Preise an den Strombörsen. E.ON hatte am Dienstag für das erste Quartal einen Konzernüberschuss von 762 Millionen Euro vorgelegt - ein Minus von 65 Prozent.

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Mit seinen konventionellen Kraftwerken erzielte RWE von Januar bis Ende März 780 Millionen Euro operativen Gewinn - ein Minus von 23 Prozent. Im Konzern fiel das Ebitda um 15 Prozent auf 2,6 Milliarden. Analysten hatten RWE über 2,7 Milliarden zugetraut. Der Energieriese hatte bereits das vergangene Geschäftsjahr nach hohen Abschreibungen auf seine ausländischen Kraftwerke mit einem Minus von fast drei Milliarden Euro abgeschlossen - der höchste Verlust eines börsennotierten Versorgers in Deutschland überhaupt. Die Anleger mussten sich mit einem Euro Dividende begnügen nach zwei Euro im Vorjahr.

In diesem Jahr erwartet RWE einen Rückgang des für die Dividende entscheidenden nachhaltigen Nettoergebnisses auf 1,2 bis 1,4 Milliarden Euro nach 2,3 Milliarden im Vorjahr. Den Konzern drücken Schulden von über 31 Milliarden Euro. Diese will Terium vor allem mit dem rund fünf Milliarden Euro teuren Dea-Verkauf bis Ende des Jahres auf 26 Milliarden Euro zurückfahren.

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