Energiekonzern: RWE hält Ergebnis stabil

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Energiekonzern: RWE hält Ergebnis stabil

Der zweitgrößte deutsche Energiekonzern ist verhalten ins Jahr gestartet. Der Überschuss lag mit knapp 1,3 Milliarden Euro auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Konzernchef Terium zeigt sich zufrieden.

RWE-Chef Peter Terium treibt den Verkauf von Beteiligungen voran, muss sich bei der Veräußerung der Öl- und Gasfördertochter Dea aber in Geduld üben. "Mit einer Transaktion im laufenden Jahr rechnen wir nicht", schrieb der Manager in dem am Mittwoch veröffentlichten Quartalsbericht. Durch den Verkauf will der Versorger Mittel für Investitionen in neue Wachstumsgeschäfte freimachen.

Dies ist auch nötig - der Konzern verdiente nach den Einbußen durch die Atomwende auch zum Jahresauftakt operativ weniger. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) schrumpfte im ersten Quartal um 2,7 Prozent auf 3,042 Milliarden Euro. Das für die Dividende entscheidende nachhaltige Nettoergebnis sei mit 1,297 Milliarden Euro etwas höher als vor Jahresfrist ausgefallen.

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RWE nach 20 Monaten Energiewende

  • Umsatz

    RWE konnte den Umsatz zwischen 2010 und 2012 bei 52 bzw. 53,2 Milliarden Euro stabil halten.

  • Konzernüberschuss

    Der Konzernüberschuss fiel beträchtlich von 7,7 Milliarden Euro im Jahr 2010 auf 5,8 Milliarden Euro im Jahr 2011. 2012 gelang es RWE seine betriebliches Ergebnis = Konzernüberschuss wieder zu verbessern und weist 6,4 Milliarden Euro aus.

  • Gewinn vor Steuern, Zinsen, Abschreibungen

    Der Gewinn vor Steuern, Zinsen, Abschreibungen (Ebitda) fiel von 10,3 Milliarden Euro im Jahr 2010 auf 9,3 Milliarden Euro im Jahr 2012. 2011 lag er bei 8,5 Milliarden Euro.

  • Nettoverschuldung Ebitda

    Der Wert stieg zwischen 2010 und 2012 von 29,0 auf 34,2.

  • Anteil abgeschalteter & noch abzuschaltender Atomkraftwerke

    Die bereits abgeschalteten Kraftwerke entsprechen 7,3 Prozent der Gesamtstromkapazität von RWE. Weitere 9,9 Prozent stehen aus.

  • Anteil Gas an Stromerzeugung

    Der Gasanteil sank von 22 Prozent auf 18 Prozent im Jahr 2012.

  • Anteil Steinkohle an Stromerzeugung

    Steinkohle hat bei RWE an Bedeutung verloren, der Anteil sankt von 29 Prozent im Jahr 2010 auf 26 Prozent im Jahr 2012.

  • Anteil Braunkohle an Stromerzeugung

    Braunkohle hat an Bedeutung gewonnen. Der Anteil liegt nun bei 36 Prozent - 2010 waren es noch 31 Prozent.

  • Anteil Erneuerbare an Stromerzeugung

    RWE hat den Anteil der erneuerbaren Energie von 4 Prozent im Jahr 2010 auf 5,1 Prozent im Jahr 2012 gesteigert.

  • Anteil Wind an Stromerzeugung

    Für diesen Bereich macht RWE leider keine Angaben.

  • Unternehmenswert

    Der Börsenwert fiel von 28 Milliarden Euro im Jahr 2010 auf 19,1 Milliarden Euro im Jahr 2012. Immerhin hat sich RWE im Vergleich zu 2011 wieder deutlich verbessert (2011: 16,5 Milliarden Euro).

  • Fazit

    RWE ist stark verschuldet. Der hohe Braunkohleanteil bei der Verstromung verhindert den Gewinnabsturz.

Von Reuters befragte Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Ebitda von 3,022 Milliarden Euro gerechnet und das nachhaltige Nettoergebnis auf 1,222 Milliarden Euro taxiert. Der Konzern bestätigte seine Prognose und peilt 2013 weiter ein Ebitda von neun Milliarden Euro an. 2012 waren es 9,3 Milliarden Euro. "Unser Start in das Geschäftsjahr 2013 war zufriedenstellend", erklärte Terium.

weitere Artikel

RWE machen wie E.ON die stark gefallenen Strom-Großhandelspreise und die Konkurrenz der Kraftwerke durch den in Deutschland vorrangig eingespeisten Ökostrom zu schaffen. RWE kann dabei noch von dem Einsatz seiner zahlreichen Kohlekraftwerke profitieren, die den Strom günstiger produzieren als E.ON mit seinen Gaskraftwerken. Der Düsseldorfer Konkurrent hatte in der vergangenen Woche für das ersten Quartal einen operativen Gewinn von 3,6 Milliarden Euro vorgelegt - fünf Prozent weniger als vor Jahresfrist. RWE und E.ON reagieren auf die Einbußen auch durch die Atomwende auch mit dem Abbau tausender Arbeitsplätze.

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