Energiekonzern: Statkraft steht zu deutschem Standort

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InterviewEnergiekonzern: Statkraft steht zu deutschem Standort

von Andreas Wildhagen

Torsten Amelung, Geschäftsführer des norwegischen Energiekonzerns Statkraft über die Zukunft des Kapazitätenmarktes.

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Statkraft-Geschäftsführer Torsten Amelung bezeichnet Deutschland als interessanten Standort für das Unternehmen

WirtschaftsWoche: Hat Statkraft schon Präferenzen, wie ein Kapazitätsmarkt in Zukunft ausgestaltet werden soll? Es wird in der Energiewirtschaft bereits von Sicherheitszertifikaten gesprochen, die an der Börse gehandelt werden?

Amelung: Ein Kapazitätsmarkt muss marktumfassend sein, sprich alle Anbieter in diesem Markt müssen gleich behandelt werden: die Erzeugungs- wie auch die Nachfrageseite sowie Bestands- und Neuanlagen. Des Weiteren sollten Kapazitäten aus dem Ausland an einem deutschen Kapazitätsmarkt beteiligt werden. Eurelectric hat dazu einen vielversprechenden Lösungsansatz entwickelt. Werden die genannten Rahmenbedingungen gewährleistet, gibt es mehrere mögliche Varianten. Das VSN-Modell so wie die von BDEW und VKU entwickelten Modelle zeigen gute Ansätze. Der große Vorteil dieser Modelle ist, dass die Notwendigkeit von regulatorische Eingriffen minimiert wird.

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Kraftwerksreserven Statkraft ruft nach Subventionen

Das norwegische Energieunternehmen spricht sich für Kapazitätszahlungen aus, um unausgelastete Kraftwerke betriebsbereit zu halten

Jürgen Tzschoppe einer der Geschäftsführer von Statkraft Deutschland: „Aus volkswirtschaftlicher Sicht ist es irrational, moderne Gaskraftwerke stillzulegen, während wahrscheinlich in fünf Jahren, wenn die Stromnachfrage anzieht, wieder neue Anlagen gebaut werden müssen.“ Quelle: dpa

Sind Kapazitätszahlungen für Sie gleichbedeutend mit Subventionen. Welchen Unterschied machen Sie dabei?

Wenn der Kapazitätsmarkt gut entworfen wird, wird es keine Subventionen geben. In einem kompetitiven Kapazitätsmarkt und dem parallel zum Kapazitätsmarkt funktionierenden Energiemarkt, werden nur die notwendigen und effiziente Kraftwerke in der Lage sein, ihre Vollkosten zu decken.

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Der Kapazitätsmarkt wird lediglich sicherstellen, dass ein politisch gewolltes Niveau von Versorgungssicherheit erreicht wird. Natürlich soll vermieden werden, dass mit dem Kapazitätsmarkt versucht wird, Überkapazitäten beizubehalten und Stilllegungen von ineffizienten Kraftwerken zu vermeiden.

Wird Statkraft den Standort Deutschland halten oder sich wie Vattenfall möglicherweise auch zurückziehen?

Deutschland ist nach wie vor ein interessanter Standort für Statkraft. Das Unternehmen verfolgt keine Pläne, sich aus dem deutschen Markt zurückziehen.

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