Energieversorger: E.On verliert im Altgeschäft

Energieversorger: E.On verliert im Altgeschäft

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E.On-Chef Johannes Teyssen: Verursacht durch den Boom der erneuerbaren Energien verdient der Versorger mit seinen fossilen Großkraftwerken immer weniger Geld.

von Andreas Wildhagen

Der größte deutsche Energiekonzern E.On muss beim Gewinn Federn lassen. Weitere Stilllegungen von Kraftwerken werden in Deutschland erwartet

Kurzgefasst ist die E.On-Halbjahresbilanz durchwachsen. Den Versorger aus Düsseldorf drückt das altbekannte Problem: Das angestammte Geschäft verliert an Bedeutung und die Neugeschäftsfelder wie die in Brasilien, wo die hochgespannten Hoffnungen auf eine gedeihliche Zusammenarbeit mit dem  deutsch-brasilianischen Unternehmer Eicke Batista kräftig zurückgestutzt werden mussten, sind noch nicht in Fahrt gekommen.

Verursacht durch den Boom der erneuerbaren Energien verdient der Versorger mit seinen fossilen Großkraftwerken immer weniger Geld. Die Großhandelspreise sinken und viele Steinkohlekraftwerke und fast alle Gaskraftwerke sind nur schwach oder gar nicht ausgelastet.

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Sogar mit den verbliebenen, spätestens 2022 auslaufenden Atomkraftwerken verdient E.On, bedingt durch die Brennelemente-Steuer, aktuell nur noch wenig. E.On-Chef Johannes Teyssen kündigte an, weitere fossile Kraftwerke stillzulegen. Über Kapazitäten von Braunkohlekraftwerken, die zur Zeit wegen des geringen Preises von Verschmutzungszertifikaten noch gut Geld verdienen, verfügt der Konzern in Deutschland nur in geringem Ausmaß. Lediglich in Russland, in Krasnojarsks, betreibt E.On im großen Stil Braunkohlemeiler.

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Der Gewinn vor Zinsen, Abschreibungen und Steuern fiel um 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das „Marktumfeld ist extrem angespannt“, schrieb Teyssen den Aktionären. „Sofern sich die energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den europäischen Kernmärkten nicht spürbar ändern, werden weitere Stilllegungen unausweichlich sein“, sagte Teyssen.

Dass Teyssen weiterhin mit einem Umsatz von 65 Milliarden Euro für das Gesamtjahr rechnet und mit einem nachhaltigen Überschuss von 2,2 bis 2,6 Milliarden Euro rechnet, entspricht in etwa der Prognose des Konzerns. Die Aktie legte nach Bekanntgabe der Halbjahreszahlen am Morgen um 3,27 Prozent auf 12,63 Euro zu und führte damit zunächst den Dax an.

Die Anleger scheinen eben auch mit weniger zufrieden zu sein.

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