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Energiewende: RWE will mehr Geld vom Staat

Quelle: Reuters

Der Ausbau der Windkraft auf hoher See stockt. RWE will nun mehr staatliche Gelder, um fehlende Netzanschlüsse und langwierige Genehmigungsverfahren zu kompensieren.

Schwierige Löschung von Windrad-Bränden

Die schmalen, hohen Windmasten sind bei einem Brand kaum zu löschen. Deshalb lassen Feuerwehrleute sie meist kontrolliert ausbrennen – wie im April in Neukirchen bei Heiligenhafen (Schleswig-Holstein).

Bild: dpa

Der neue RWE -Chef Peter Terium verlangt wegen des stockenden Ausbaus der Windenenergie auf hoher See Zugeständnisse der Bundesregierung an die Versorger. „Wir fordern die Bundesregierung auf, mit uns und den anderen Investoren über die Lösung des Problems und einen wirtschaftlichen Ausgleich zu reden“, sagte der Manager eine Woche vor seinem Amtsantritt in einem am Sonntag veröffentlichten „Spiegel“-Interview. Wenn dies nicht geschehe, seien die deutschen Offshore-Planungen bis zum Jahr 2020 nicht mehr erfüllbar. Von den Bürgern fordert Terium ebenso wie Bundeskanzlerin Angela Merkel, die für die Energiewende nötigen neuen Stromtrassen zu akzeptieren. RWE wie auch Konkurrent E.ON hatten die Bundesregierung schon früher vor dem Scheitern ihrer Ausbaupläne für Windkraft gewarnt.

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Wirtschaftlichkeit von Offshore gefährdet

Ein Problem ist etwa, dass die Stromnetzbetreiber mit dem Anschluss der Windparks nicht hinterherkommen. Weil Windkraftwerke vor allem in Norddeutschland stehen, der Strom aber auch im Süden gebraucht wird, müssen in den kommenden Jahren Tausende Kilometer Stromleitungen gebaut werden. „Tatsächlich hat der zuständige Netzbetreiber Tennet uns gerade mitgeteilt, dass es weitere massive Verzögerungen beim Anschluss unseres Offshore-Windparks Nordsee Ost gibt“, sagte Terium. „Damit ist die Wirtschaftlichkeit des Windparks extrem gefährdet.“ RWE will in der Nordsee mehrere Windparks mit einer Gesamtleistung von 1000 Megawatt bauen, was der Leistung eines Atommeilers entspricht. Der Energieriese will Milliarden Euro in den Ausbau seines Ökostromgeschäftes stecken.

Wegen der Belastungen infolge des Atomausstiegs und der Schulden von RWE sei der Spielraum für Investitionen allerdings begrenzt, räumte Terium ein. Beim Ausbau der Windkraft auf hoher See gebe es zudem weitere Verzögerungen, für die die Versorger nicht verantwortlich gemacht werden könnten. „Die Genehmigungsverfahren kommen nicht voran. Die Lieferanten können nicht schnell genug liefern. Es gibt nicht genügend Spezialschiffe für die Installation.“ Die Energieversorger hielten dennoch daran fest, jährlich ein Gigawatt Stromerzeugungskapazität vor den deutschen Küsten zu bauen.

2 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 25.06.2012, 14:33 Uhrmathias

    Nicht aufregen
    RWE will hier -- RWE will da = Raffgier

    Wie der RWE die Kunden abzockt, darüber schweigen auch die
    Journalisten.
    Und da ist noch das OVG-Düsseldorf, der meint die Energieriesen
    hätten sich zu eigenem Nachteil verrechnet. Ein Richter und Matte???

    Eine Etage tiefer will RWE auch was von den Russen
    bereits kommentiert.

  • 25.06.2012, 13:44 Uhrskyjellyfetty

    Ok,mein erster Kommentar wurde entfernt,weil er Kraftausdrücke enthielt,die ich mir angesichts der Dreistigkeit von RWE nicht verkneifen konnte.Also jetzt nochmal mit Gefühl.Seit März diesen Jahres laufen wieder Kampagnen der großen Stromkonzerne gegen die EEG.Wer glaubt,dass diese Konzerne angesichts des Ausstiegs sich jetzt umorientieren würden und die EEG unter stützen,der hat falsch gedacht.
    Vielmehr ist es das Ziel die EEG zu diskreditieren und schlecht und teuer aussehen zu lassen,damit jeder glaubt die unverschämten Strompreiserhöhungen gingen auf das Konto der "schlecht organisierten"
    EEG.Schlecht sieht die EEG aber mittlerweile deshalb aus,weil man dem Sprinter bei jeder Gelegenheit Knüppel zwischen die Beine wirft.

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