Eon: Johannes Teyssen bleibt Chef bis Ende 2018

Eon: Johannes Teyssen bleibt Chef bis Ende 2018

In harten Zeiten setzt Eon weiter auf Vorstandschef Johannes Teyssen. Mit einer Vertragsverlängerung um fünf Jahre im Rücken kann sich der 53-Jährige an die Reform des größten deutschen Energiekonzerns machen.

Johannes Teyssen bleibt weitere fünf Jahre an der Spitze des größten deutschen Energiekonzerns Eon. Der Aufsichtsrat beschloss an diesem Dienstag eine Vertragsverlängerung für den 53-jährigen bis zum Ablauf des Jahres 2018, wie Eon mitteilte.

Außerdem bestätigte der Aufsichtsrat zwei Vorstandswechsel: Personalchefin Regine Stachelhaus verlässt den Vorstand zum 1. Juli wegen eines Krankheitsfalls in ihrer Familie, bleibt Eon aber zum Beispiel als Vertreterin in übergeordneten Gremien verbunden. Nachfolger als Personalvorstand wird Mike Winkel, der bisherige Chef der Eon-Erneuerbare Energien-Sparte. Außerdem kommt der ehemalige RWE-Vorstand Leonhard Birnbaum (46), der bei Eon unter anderem das dezentrale Energiegeschäft weiterentwickeln soll. Sein Vorgänger Klaus-Dieter Maubach verlasse Eon nach fast zwölf Jahren in beiderseitigem Einvernehmen. Über die Personalien hatte vorab das „Handelsblatt“ berichtet.

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Teyssen wird an diesem Mittwoch die Eon-Bilanz 2012 vorlegen und einen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr geben. Die Folgen der Energiewende setzen Eon weiter schwer zu. Für 2013 rechnet das Unternehmen wegen der europaweiten Marktschwäche und der Lasten der Energiewende mit deutlich weniger Gewinn, wie Teyssen bereits Ende Januar deutlich machte. Der Konzern will deshalb weitere Beteiligungen verkaufen, seine Investitionen verringern und sich auf lukrative Märkte wie Brasilien oder die Türkei konzentrieren. Gaskraftwerke, die rote Zahlen schreiben, will Eon nicht mehr weiterbetreiben.

Bis 2015 streicht Eon auf seinem Sparkurs weltweit 11 000 Arbeitsplätze, davon 6000 in Deutschland. Dieser Stellenabbau ist schon länger bekannt, ein Sozialplan wurde bereits vereinbart. Die 30 000 Beschäftigten von Eon in Deutschland bekommen rückwirkend ab Jahresbeginn 2,8 Prozent mehr Geld plus eine Einmalzahlung von 300 Euro. Mit diesem Tarifabschluss wurde im Februar in letzter Minute ein Streik verhindert, mit dem Verdi auch in Kraftwerken gedroht hatte.

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