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Erneuerbare Energien: SolarWorld denkt über Werk in Indien nach

von Dieter Dürand

Der nach einem Quartalsverlust unter Druck geratene Bonner Solarkonzern SolarWorld kann sich nun doch eine Fertigung in Asien vorstellen.

Frank H. Asbeck, Vorstandsvorsitzender von SolarWorld Quelle: APN
Frank H. Asbeck, Vorstandsvorsitzender von SolarWorld Quelle: APN

Konzernchef Frank Asbeck, der aktuell vor allem in Ostdeutschland und den USA Solarmodule produziert, hält auch ein Werk in Indien für denkbar. „Wenn der indische Markt so groß wird, wie es sich heute abzeichnet, werden wir uns Gedanken über eine Modulproduktion dort machen.“

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Den Quartalsverlust erklärt Asbeck vor allem mit Einmalkosten durch die Zusammenlegung von Standorten in den USA. „Wir haben im Ergebnis nach Steuern einen Verlust von neun Millionen Euro gemacht. Der ist vor allem durch die Restrukturierung in den USA entstanden, wo wir die Modulproduktion, um Kosten zu sparen, jetzt auf einen Standort konzentrieren.

Die dabei entstandenen Verluste konnten wir hier nicht steuerlich verrechnen, daher das negative Ergebnis.“ Dagegen habe SolarWorld in Deutschland Geld verdient. „In Deutschland haben wir keine Verluste gemacht und überdies trotz weltweit verhaltener Nachfrage mehr Module verkauft. Eine Krise sieht anders aus.“

Chinesische Hersteller verderben den Markt

Allerdings räumt Asbeck ein, dass auch sein Unternehmen unter den weltweit vorhandenen Überkapazitäten und der Preiskonkurrenz der chinesischen Hersteller leidet. „Es ist eine schwierige Phase. Den weltweiten Produktionskapazitäten von 40 Gigawatt steht eine Nachfrage von 20 Gigawatt gegenüber.

Um dennoch liquide zu bleiben, verkaufen derzeit speziell viele chinesische Hersteller ihre Lagerware zu Schleuderpreisen. Das, vor allem aber das staatlich subventionierte Preisdumping Chinas, hat einen enormen Preisverfall bei den Modulen ausgelöst, der auch unseren Umsatz gedrückt hat.“

Neue Zellen noch effizienter

Dem werde SolarWorld mit noch besserer Qualität und Leistung begegnen. „Wir werden in spätestens drei Jahren polykristalline Solarzellen bauen, die 19 Prozent des Sonnenlichts in Strom umwandeln. Heutige Zellen schaffen im Schnitt 17 Prozent. Bei monokristallinen Zellen wollen wir den Wirkungsgrad von 19 auf 21 Prozent steigern.

Wenn wir das bei gleichen Produktionskosten hinbekommen, lässt sich die Elektrizität vom Dach schon 2017 mit rund zwölf Cent je Kilowattstunde zu gleichen Kosten erzeugen wie Meereswindstrom.“

2 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 13.12.2011, 18:52 Uhrfeder24

    Zitat aus Bericht:
    ...Wenn wir das bei gleichen Produktionskosten hinbekommen, lässt sich die Elektrizität vom Dach schon 2017 mit rund zwölf Cent je Kilowattstunde zu gleichen Kosten erzeugen wie Meereswindstrom.“..
    Das ist wohl sehr geschönt. Wie anderer Stelle der WIWO berichtet, machen auch die Meeresmühlen den Produzenten Sorgen.
    Der aktuelle "Stützpreis" von jetzt 14 Cent soll auf 19 Cent je kWh steigen.
    Wird wohl durchgesetzt, solange der Klimakiller CO2 von den Politikern, obgleich der Einfluß nicht bewiesen ist, als Werkzeug für unsinnige Investitionen benutzt wird.
    Als Beispiel: EU finanziert Gaskraftwerk in Österreich.
    Die kaufen Kernenergiestrom, pumpen Wasser damit in die zahlreichen alpinen Speicher und verkaufen diesen Strom an die grünen Steckdosen in D.

  • 13.12.2011, 18:39 Uhrfeder24

    Warum nicht vom Steuerzahler und Stromverbraucher bezahlt, Subventionen nach Indien liefern.
    Bei der Windenergie gilt das bereits für Unterstützung von China.

    3-4 der TOP-Ten in der Welt sind chinesische Firmen. Siemens steht aber schon (noch) an 7.Stelle

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