Erneuerbare Energien: Untergangsstimmung in der Solarbranche

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Erneuerbare Energien: Untergangsstimmung in der Solarbranche

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"Solar Valley" - das Schild weist den Weg zum Modulbauers Q-Cells in Bitterfeld-Wolfen in Sachsen-Anhalt. Die deutsche Solarindustrie durchlebt eine schwierige Phase, gekennzeichnet von Absatzschwäche und Umsatzrückgängen.

Q-Cells, Solarworld, Solon, Conergy: Die deutschen Hersteller von Solarzellen und -modulen rutschen immer tiefer in den Schlamassel.

Nun hat es also auch die bislang florierende Solarworld erwischt: Der Bonner Branchenprimus musste am Montag einen Verlust im dritten Quartal in Höhe von neun Millionen Euro melden, nachdem in der gleichen Zeit des Vorjahres noch ein Gewinn von knapp 20 Millionen Euro erzielt worden war. Es ist der erste Quartalsverlust seit 2004. Damals notierte das Bonner Unternehmen zum ersten Mal im TecDax.

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Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahresquartal um mehr als 30 Prozent auf knapp 238 Millionen Euro. Solarworld-Chef Frank Asbeck kassierte zugleich die Umsatzprognose für das Gesamtjahr. Solarworld geht nun davon aus, dass es den Umsatz von 1,3 Milliarden aus 2010 im laufenden Jahr nicht mehr erreicht.

"Im gesamten Markt hat sich die Nachfrage auch im dritten Quartal 2011 schlechter entwickelt als erwartet", sagte Vorstandschef Frank Asbeck.

Zwar sind die Aussichten der Bonner alles andere als rosig, von einem ähnlichen Debakel wie beim Berliner Fotovoltaik-Spezialisten Solon ist Solarworld jedoch noch weit entfernt. Solon galt einst als deutsches Parade-Unternehmen in der Branche der Erneuerbaren Energien. Jetzt stecken die Berliner tief in den roten Zahlen und ringen ums Überleben. Die Aktie stürzt auf ein Rekordtief.

Der Letzte macht das Licht aus

Solon legte am Dienstag Zahlen für die ersten drei Quartale vor, die das ganze Ausmaß der Katastrophe offenlegen. Demnach sank der Umsatz um elf Prozent auf 358 Millionen Euro. Weitaus dramatischer: Die operativen Verluste explodierten von 5,5 auf 113,8 Millionen Euro. Sondereffekte von 103 Millionen Euro für Wertberichtigungen auf Projekte, Vorräte, Schließungskosten und Restrukturierungen belasteten das Ergebnis. Der Periodenverlust stieg von 17,5 auf 208 Millionen Euro. Die Nettoverschuldung des Konzerns beträgt 396 Millionen Euro, bei einem negativen Eigenkapital von gut 100 Millionen Euro.  Maßnahmen zur Stärkung der Eigenkapitalbasis wurden angekündigt. Sie sollen bis Ende April 2012 abgeschlossen sein.

Läppische 20 Millionen Euro ist der einstige Überflieger Solon an der Börse noch wert - nach einem Kurseinbruch um mehr als zehn Prozent und zwischenzeitlichen 1,17 Euro je Aktie. Vor viereinhalb Jahren mussten Anleger satte 90 Euro hinlegen.

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