EU und China einigen sich: Solarworld ächzt unter Beilegung des Solarstreits

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EU und China einigen sich: Solarworld ächzt unter Beilegung des Solarstreits

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Das Logo der Solarworld AG auf einem Solarmodul im sächsischen Freiberg. Das Unternehmen wird von der Einigung der EU mit China in Sachen Solarzölle nicht profitieren.

Chinesische Billigexporte gefährden das Auskommen heimischer Hersteller von Solarpaneelen. Die EU-Kommission reagierte mit Strafzöllen, China schlug zurück. Wie die Einigung für Solarworld zur Gefahr wird.

Die Meldung vom Wochenende, dass China und die Europäische Union haben ihren Handelsstreit über chinesische Solarimporte am Wochenende beigelegt haben, bleibt nicht ohne Folgen für den eh schon angeschlagenen Solarstromkonzern Solarworld. "Wie erwartet bringt das Ergebnis für Solarworld keine Entlastung, sondern spielt vielmehr den bisherigen chinesischen Hauptkonkurrenten in die Hände", schätzte Wolfgang Hummel vom Zentrum für Solarmarktforschung das Ende des Streits ein.

Schließlich litten die chinesischen Marken-Hersteller der ersten Reihe wie Trina, Yingli oder JA Solar selbst unter der chinesischen Billig-Konkurrenz. Die Niedrigpreisangebote führten bisher zu einer starken Marktzersplitterung. „Der Minimum-Importpreis führt nun indirekt zu einer Konsolidierung unter den chinesischen PV-Unternehmen, bei der Billig-Anbieter ausscheiden und die bisherigen chinesischen Marktführer profitieren werden“, glaubt Hummel.

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Die wichtigsten Solarmärkte

  • Europa

    2011 verkauften chinesische Hersteller in Europa Solarmodule und Bauteile im Wert von 21 Milliarden Euro. Damit ist Europa der wichtigste Exportmarkt für die chinesische Solarindustrie.

  • USA

    Mit exportierten Solarmodulen und Bauteilen im Wert von 2,4 Milliarden Euro sind die USA für chinesische Hersteller ebenfalls ein wichtiger, aber doch deutlich kleinerer Markt als Europa.

  • China

    China gilt als einer der größten Märkte für erneuerbare Energie. Die Regierung in Peking hat kürzlich angekündigt, statt der bisher veranschlagten 15 Gigawatt Solarleistung bis 2015 rund 21 Gigawatt installieren zu wollen.

Und weiter: "Das angestrebte Preisniveau von 0,56 Euro pro Watt schließt nur die chinesischen Modulhersteller aus, die lediglich über den Preis verkaufen. Dies sind die Massenhersteller der 2. und 3. Reihe." Die am Wochenende festgelegte Preisuntergrenze sei ein planwirtschaftliches Instrument und für längere Zeit sicher nicht haltbar. Der Preisrückgang auf dem PV-Zellen- und Modulmarkt werde sich, nicht zuletzt aufgrund technologischen Fortschritts, weiter fortsetzt.

Zum Hintergrund: Nach einem wochenlangen Tauziehen einigten sich China und die Europäische Union auf Mindestpreise für Importe chinesischer Solarprodukte in die EU. Auch eine Mengenbegrenzung soll es geben. Für Waren unter dem Mindestpreis und über die vereinbarte Menge hinweg will die EU demnächst erhöhte Strafzölle verlangen. Nach Angaben von Diplomaten soll ein Mindestpreis von 56 Cent pro Watt gelten.

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