Festland-Windräder: Wo noch Platz für neue Windkraftanlagen ist

Festland-Windräder: Wo noch Platz für neue Windkraftanlagen ist

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Immer höher, immer stärker

von Wolfgang Kempkens

Die magische Grenze erreichte die deutsche Windenergiebranche vor einem Monat: Seitdem speist die dritte von fünf Enercon-Wind-mühlen in Ochsenfurt-Erlach bei Würzburg Strom ins Netz.

Damit ist die 25 000-Megawatt-Grenze in Deutschland überschritten, mit der die Windenergie die Kernkraft weit hinter sich lässt: Die Gesamtkapazität aller deutschen Atommeiler beträgt rund 21.500 Megawatt. Und der Ausbau der Windenergie ist noch lange nicht beendet.

Gerade Bayern hat – anders als nördlichere Bundesländer – noch Raum für weitere Windgeneratoren. Im Freistaat sind erst 370 Windkraftanlagen mit insgesamt 400 Megawatt installiert. Möglich seien dagegen Mühlen mit einer Gesamtleistung von 10.000 Megawatt, sagt Hermann Albers, Präsident des Bundesverbands Windenergie.

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Grosse verdrängen kleine

Auch anderswo gibt es noch Möglichkeiten. Vor allem Enercon-Chef Aloys Wobben setzt auf das sogenannte Repowering, den Ersatz von älteren durch leistungsfähigere Modelle. Bis zum Jahr 2015, so das Bremer Marktforschungsinstitut trend:research, könne die installierte Leistung auf dem deutschen Festland allein durch Repowering um 4600 Megawatt steigen.

Dabei wird Enercon eine wichtige -Rolle spielen. Das Unternehmen aus dem ostfriesischen Aurich hat mit seinem -Modell E-126 eine Sechs-Megawatt-Mühle im Programm, den größten Windgenerator der Welt. Acht solcher Anlagen sind bereits errichtet, zwei davon stehen in Belgien.

Das Ausland lockt

Das hat Signalwirkung. Denn deutsche Hersteller und Stromversorger engagieren sich zunehmend im windkraftmäßig weniger entwickelten Ausland. „Die Türkei ist für uns ein strategisch wichtiger Markt“, sagt Hans-Peter Villis, Vorstandsvorsitzender des Karlsruher Versorgers EnBW. So sind bereits 21 Megawatt im Windpark Bandirma in Betrieb.

Vor wenigen Wochen erhielt GE Energy Wind, ansässig in Salzbergen westlich von Osnabrück, den Auftrag zur Lieferung von 29 Anlagen nach Italien. Und der besonders exportorientierte Hersteller Siemens Energy verbuchte gerade einen 600-Millionen-Euro-Auftrag aus den USA.

Deutschlands Windindustrie, die im vergangenen Jahr knapp zehn Milliarden Euro umsetzte, hat nach Verbandsschätzungen einen Exportanteil von mehr als 80 Prozent. Und mehr als 90 Prozent der exportierten Mühlen werden an Land errichtet – derzeit noch.

Einen umfassenden Einblick in Märkte, Unternehmen und Technologien gibt der zweite Band der Studienreihe über grüne Zukunftsbranchen, die das Bonner CleanTech Institut in Kooperation mit der WirtschaftsWoche veröffentlicht. Unsere Leser können das Werk unter www.wiwo.de/windenergie abrufen.

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