Förderkürzung: Wer am Solarmarkt noch Chancen hat

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Förderkürzung: Wer am Solarmarkt noch Chancen hat

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Kahlschlag bei der Solarförderung. Solarmodule von Conergy

von Mario Brück

Die Bundesregierung streicht die Solarförderung rigoros zusammen. Welche Unternehmen trotzdem noch Chancen haben.

Ein herber Rückschlag für die Energiewende sei die „völlig überzogene“ Kürzung der Einspeisevergütung, ätzt Sven Teske, Energieexperte bei Greenpeace: „Die beiden Bundesminister verlieren sich im parteipolitischen Tarifgezänk. Die Führungsrolle der deutschen Solarindustrie im internationalen Vergleich wird leichtfertig aufs Spiel gesetzt.“ Eine Führungsrolle, die die deutsche Solarwirtschaft allerdings bereits verloren hat.

Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) und Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) verständigten sich nach langem Streit am Donnerstag vergangener Woche auf Kürzungen der Vergütungen für die Fotovoltaik. Im Detail sind vorgesehen:

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  • 20 Prozent Kappung für Kleinanlagen
  • 30 Prozent Kappung für „größere“ und Freiflächenanlagen
  • nur 90 Prozent Stromabnahme zu garantierten Preisen; Kleinanlagen: 85 Prozent
  • übriger Strom muss selbst verbraucht oder vermarktet werden

Die Kürzungen sollen schon ab dem 9. März greifen. Daher soll das neue Solarkonzept schon diese Woche im Bundeskabinett beschlossen werden. Der Bundestag muss dann noch darüber entscheiden.

Bildergalerie Solaraktien: Entwicklung und Empfehlungen

Anlagen lohnen sich noch

Eine Kürzung der Vergütungssätze um 20 Prozent und mehr hört sich dramatisch an, relativiert sich jedoch angesichts der seit Jahren rasant sinkenden Preise für Solaranlagen. Die einst üppigen Renditen für die Betreiber von Solaranlagen werden zwar beschnitten; sie bleiben aber so hoch, dass sich Anlagen weiterhin lohnen.

Für Aktionäre dagegen dürfte mit der jetzt angestrebten Kürzung der Solarförderung die goldene Börsen-Ära der Solarwerte endgültig zu Ende sein. Lange Zeit lieferten Solaraktien wie Q-Cells, Solarworld, SMA, Manz oder Conergy hohe Kurszuwächse. Dann drückten die chinesischen Konkurrenten die Preise, die von Subventionen verwöhnten deutschen Anbieter stürzten ab.

Extrem mutige Anleger

Da die meisten Werte eh schon arg gebeutelt waren, rutschten die Kurse von Solaraktien nach Bekanntgabe der Kürzungspläne zwar deutlich ab, ein Totalzusammenbruch blieb jedoch aus. Jetzt kaufen nur noch extrem mutige Anleger. Welche Unternehmen sind von der Kürzung am stärksten betroffen, wer hat trotzdem noch Chancen am Markt (siehe Bildergalerie in der linken Spalte)?

Die Kürzungspläne betreffen alle Spielarten der Solarstromerzeugung: auf dem Dach des Reihenhäuschens, der Scheune oder riesigen Freiflächen in Brandenburg oder Bayern. Ungeschoren kommt niemand davon – egal, ob ein vergleichsweise solides Unternehmen wie Solarworld, die bereits insolventen Solon und Solar Millennium oder taumelnde einstige Börsenlieblinge wie Q-Cells, Phoenix Solar und Conergy.

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