Fotovoltaik-Anlage : Lohnt sich die Strom-Eigenversorgung?

ThemaSolarenergie

Fotovoltaik-Anlage : Lohnt sich die Strom-Eigenversorgung?

von Dieter Dürand

Die Fotovoltaik-Branche propagiert einen neuen Verkaufshit: Die Anlagen-Käufer sollen ihren Dachstrom lieber speichern und selbst nutzen, statt ihn gegen Geld ins Netz einzuspeisen. Die Bundesregierung puscht die Eigenversorgung jetzt mit einem Förderprogramm. Doch ist die Anschaffung von Solarmodulen plus Batterie tatsächlich  schon wirtschaftlich? Experten raten zum Abwarten.

Deutschlands Hausbesitzer und Unternehmen sind in ihrem Drang, ihre eigene Energiewende zu gestalten, nicht aufzuhalten. Und sie setzen dabei vor allem auf die Fotovoltaik. 1,3 Millionen Anlagen produzieren auf Wohngebäuden von der Ostsee bis zu den Alpen schon Solarstrom; fast jeder zweite Betrieb erzeugt selbst Energie, melden die Unternehmensberater von Ernst & Young.

Bisher locken die Investoren vor allem die üppigen Vergütungen für den Grünstrom, die das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) für 20 Jahre garantiert. Die Zahlungen, die alle Stromkunden über die EEG-Umlage zu tragen haben, bringen Renditen von sechs bis acht Prozent für Solaranlagen. So viel ist mit Finanzanlagen derzeit kaum zu holen. Doch seit die Vergütungen immer rascher abschmelzen, schrumpfen die Einnahmen.  Und spätestens 2017, so ist absehbar, fallen die Subventionen ganz weg. Daher rückt ein neues Ziel in den Fokus, um den Kauf von Solarpaneelen attraktiv zu halten: Die Eigenversorgung.

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Selbst produzierter Solarstrom für 15 Cent

In den sonnenreichen Gegenden Deutschlands erzeugen die Sonnenkraftwerke infolge des rapiden Preisverfalls der Systeme die Kilowattstunde heute schon für 15 Cent und weniger. Wer sie beim Versorger einkauft, zahlt hingegen mitunter 28 Cent und mehr.  Jede selbst genutzte Kilowattstunde spart also rund 13 Cent – das ist kaum weniger als die knapp 16 Cent, die Betreiber neu installierter Anlagen bis zu zehn Kilowatt Leistung aktuell erhalten, wenn sie den Strom in das Netz einspeisen.

Spätestens im Laufe des nächsten Jahres werden die Vergütungen so weit absinken, dass es vorteilhafter ist, den Dachstrom selbst zu verbrauchen statt ihn zu verkaufen – für Privatleute wie Betriebe. Schon sieht Christoph Kremin, Manager beim Hamburger Solarunternehmen Conergy, ein neues solares Zeitalter heraufziehen: „Den Anlagenbetreibern geht es nicht länger darum, möglichst viel Geld mit eingespeister Energie zu verdienen, sondern möglichst effizient zu sparen.“

Batterien steigern die Eigenversorgung auf 60 Prozent

Und hier kommen die Batterien ins Spiel. Selbst wer seinen Wäschetrockner und die Waschmaschine nur mittags anstellt, wenn die Zellen auf dem Dach besonders viele Elektronen produzieren, kommt im Jahresdurchschnitt bestenfalls auf einen Eigenverbrauch von 30 Prozent. Erst wenn er einen Teil dieses Stroms speichert und in die Nacht rettet, kann er 60 Prozent und mehr selbst nutzen.

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