Frank Asbeck im Interview: "Revolutionäre Entwicklung" - Seite 2

Frank Asbeck im Interview: "Revolutionäre Entwicklung"

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Und die deutschen Hersteller sind für den explodierenden Weltmarkt gerüstet?

Längst nicht alle. Die nun einsetzende Konsolidierung werden zehn bis zwölf Anbieter überleben, darunter zwei bis drei deutsche. Solarworld gehört dazu.

Werden neue Konkurrenten auftauchen?

Davon gehe ich aus. Das Potenzial für Solarstrom liegt weltweit bei einem Volumen von mehr als 200 Milliarden Euro, das entspricht den jährlichen Umsätzen mit Halbleitern. Das werden sich Konzerne wie Samsung, LG oder General Electric nicht entgehen lassen.

Und die deutschen Arbeitsplätze verschwinden dann in Billiglohnländer?

Das wird nicht passieren. Ich bin überzeugt, dass wir die momentan 40.000 Jobs halten können. Selbst wenn einige Unternehmen aufgeben: Die Industrie wird wachsen – auch hier. Die Personalkosten machen ohnehin nur zehn Prozent an den Gesamtkosten aus. Dafür braucht man keine Produktion in die Dritte Welt zu verlagern. Zumal unsere Facharbeiter hochproduktiv sind. Wo die Chinesen drei Leute beschäftigen, steht bei uns nur einer, und der bedient hochwertige Maschinen.

Die Chinesen überschwemmen gerade mit preiswerten Modulen den deutschen Markt.

Aber der Trend geht weg von den chinesischen Produkten. Man kauft im Leben vielleicht fünf Autos, aber nur eine Solaranlage. Da wollen die Leute sicher sein, Qualität zu kaufen. Und die kommt nun einmal aus Deutschland und auch noch aus den USA. Solarworld baut laut unabhängigen Tests das beste Modul der Welt, da können die Chinesen nicht mithalten.

Sie werden aufholen.

Dann sind wir ihnen schon wieder einen Schritt voraus. Wir werden innerhalb der nächsten drei Jahre unser Paket mit einer Batterie anbieten, die den überschüssigen Tagesertrag für die Nacht speichert. Solarstrom steht dann zu jeder Tages- und Nachtzeit zur Verfügung. Der Vorwurf der Unzuverlässigkeit ist dann vom Tisch. Das wird eine revolutionäre Entwicklung.

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8 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 15.06.2009, 02:13 UhrAnonymer Benutzer: wiwo-onlineleser01

    interessantes kurzinerview, aber in den kommentaren hat VANDALE wieder zugeschlagen. neben den üblichen tricks(hier vollkostenbetrachtung, da nicht) wird ein aspekt völlig von ihm ignoriert: wir stehen erst am anfang eines neuen energiezeitalters,
    die nutzung von wind und sonne mit ihren ertragsschwankungen
    wird mit neuen speicherungsmöglichkeiten bald bedarfsgerechte stromlieferungen ermöglichen ohne die standby-funktionen über atom-und kohlestrom. SUbVENTiONEN: gibt es ein beispiel wo neue technogogien anfangs ohne klar kommen? (übrigens: steuernachlässe, abschreibungsmöglichkeiten, offentliche aufträge usw. sind auch subventionen)
    NUTZLOSER STROM: sehr interessant, nutzloser strom wird doch von allen einspeisern produziert, ganz einfach weil die energieverbundnetze gefüttert werden müssen, in abhängigkeit
    von der in der jeweiligen situation gegebenem verbrauchsverhalten.
    Schlußbemerkung: Wenn die Ertrags- und bedarfsschwankungen gepuffert werden können(unabhängig ob ökostrom oder nicht),
    rücken auch die kostenbetrachtungen in ein anderes licht, dann lohnt sich die schönrechnerei der resourcenfressenden stromerzeugung nicht mehr.
    UND: es gibt ja noch den klimaschutz oder schon wieder unwichtig wegen der krise? CO2- freie atomkräftwerke gibt es nicht(wenn man die gesamte kette der beschaffung spaltbaren materials betrachtet), so und was die kohle betrifft: mit CCS CO2- freie stromerzeugung mit kohle zu erreichen, ist für mich eine unseriöse vision, es wird auf zeit gespielt
    so richtig weiß ich nicht was die beiträge von VANDALE sollen,
    mit verstaubten argumenten für atomstrom und kohle zu sein,
    aber sie regen zum widerspruch an, sieht man an anderen beiträgen auch(eine bitte VANDALE: bitte nie mal irgendwo einen leitartikel zum thema schreiben, danke !)

  • 05.04.2009, 21:23 UhrAnonymer Benutzer: vandale

    Rueckantwort zu Holger - Nutzen von (Wind, Sonne)Zufallsstrom

    Die Stromverbrauch ist in Deutschland sehr gut einschaetzbar. Wenn man den Wochentag, Feiertag/Ferien, Jahreszeit und Temperatur kennt kann man den Stromverbrauch in Deutschland sehr genau schaetzen. Auf der Homepage des UCTE (Europaeisches Verbundnetz) kann man die Netzlast fuer Deutschland in Stundenintegralen aufrufen. Diese sind unter den o.g. Praemissen weitgehend deckungsgleich.
    Die Wettervorhersage mag ihre Genauhigkeit von 2/3 auf 3/4 verbessert haben. in der Realitaet mag jedoch eine Windflaute statt um 20:00 in der Hochlastzeit um 18:00 beginnen. Wenn dann nicht ausreichend Kraftwerke befeuert in bereitschaft gehalten werden ist ein Netzzusammenbruch die Folge.
    Wenn es die Zwangseinspeisung und das EEG nicht gaebe, so wuerden die Netzbetreiber derartigen Zufallsstrom aus Wind und Sonne weitestgehends meiden, oder allenfalls zu einer angemessenen Verguetung von 1 - 1,5c kaufen.

    Vandale

  • 26.03.2009, 23:18 UhrAnonymer Benutzer: Vandale

    Nachtrag zum Nachtrag

    ich hatte bei dem Vergleich.. das die Einspeiseverguetung fuer Solarenergie das 30-fache der Kosten umweltfreundlichen Stroms aus Kernenergie kostet denselben Fehler wie der Herr Flassbeck begangen. Man moege mir verzeihen!

    Wenn man in den einen oder anderen Solarblog hineinsieht oder die Seite solarkritiker.de aufruft scheinen jedoch viele Solaranlagen trotz der zig-fachen Verguetung gegenueber konventionellen Stroms nicht sehr rentabel zu sein. Somit ist der Fehler viel geringer als der des Herrn Flassbecks.

    Vandale

    Artikel zum Thema Energie www.oekoreligion.npage.de

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