Fraunhofer Studie: Energiewende braucht Offshore-Windparks

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Fraunhofer Studie: Energiewende braucht Offshore-Windparks

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Das Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik kommt zu dem Schluss: Offshore-Windparks sind im künftigen Energiesystem ein Garant für Versorgungssicherheit, Systemqualität und günstige Gesamtkosten.

Windparks auf See stehen in der Kritik. Doch das Fraunhofer Institut für Windenergie kommt in einer Studie zu dem Schluss: Die Offshore-Windenergie ist für das Gelingen der Energiewende in Deutschland unverzichtbar.

Das Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) hat in einer Studie die „Energiewirtschaftliche Bedeutung der Offshore-Windenergie für die Energiewende“ untersucht. Im Fokus standen dabei die Fragen nach der Versorgungssicherheit, der Systemqualität sowie den Gesamtkosten. Auftraggeber für die Studie ist die Stiftung Offshore-Windenergie. Die Stiftung hat sich die Erforschung und Nutzung der Windenergie auf See zum Ziel gesetzt. Sie wurde 2005 auf Initiative und unter Moderation des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gegründet.

Die Studie des IWES legt die EU-Ziele einer Treibhausgasemissionsreduktion bis 2050 zwischen 80 und 95 Prozent gegenüber 1990 zugrunde. Davon ausgehend gehen die Autoren davon aus, dass im Jahr 2050 Erneuerbare 80 Prozent des Endenergiebedarfs liefern, während der Energieverbrauch Deutschlands knapp 40 Prozent niedriger ist als heute. Die Stromerzeugung liegt dagegen aufgrund neuer Technologien wie etwa Elektromobilität bei rund 900 Milliarden Kilowattstunden (kWh). Zur Deckung dieses Strombedarfs hat das Fraunhofer IWES drei Szenarien entwickelt.

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Im ersten Szenario - dem optimierten Ausbauszenario - wird auf die möglichst gleichmäßige Bereitstellung von Strom abgezielt. Bei einer Nutzung von 2 Prozent der Landesfläche Deutschlands für Onshore-Windenergie ließen sich demnach jährlich 390 Milliarden kWh erzeugen, die Offshore-Windenergie kommt bei Nutzung aller Nord- und Ostseeflächen, die verfügbar sind auf 258 Milliarden kWh. Die Photovoltaik kommt auf 152 Milliarden kWh jährlich. Die Stromerzeugung aus Biomasse und Wasserkraft gilt als feste Größe (64 Milliarden kWh).

Offshore-Windenergie senkt Kosten erheblich

Alternativ wurden zwei weitere Szenarien untersucht, bei denen nur die Betrieb sowie im Bau befindlichen Offshore-Anlagen Strom liefern (14 Milliarden kWh). Als Ersatz werden ein erhöhter Beitrag aus Onshore-Windenergie (635 Milliarden kWh) und ein sehr starker Zubau bei Photovoltaik (396 Milliarden kWh) angenommen. Darauf aufbauend wurden die Kosten für Investitionen in Speicherleistung und Reserve-Kapazitäten, anfallende Brennstoffkosten sowie Abregelung von Überschussproduktion errechnet.

Im Ergebnis senkt die Offshore-Windenergie die Systemkosten erheblich. Im optimierten Ausbauszenario fallen bis zu 5,6 Milliarden Euro niedrigere Flexibilitätskosten pro Jahr an. Dies führen die Autoren auf die sehr guten Kraftwerkseigenschaften von Offshore-Windparks zurück.

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