Gewinneinbruch: E.On schraubt Prognose zurück

Gewinneinbruch: E.On schraubt Prognose zurück

Der Energiekonzern E.On muss seine Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr herunterschrauben. Der Gewinn brach deutlich ein. Schuld sind gefallene Strom-Großhandelspreise.

Die staatliche Förderung von Ökostrom drückt auf den Gewinn des Energieriesen E.On: Wegen der niedrigen Preise an der Strombörse werfen die Kraftwerke nicht mehr so viel Profit ab wie vor der Energiewende. Vorstandschef Johannes Teyssen schraubte daher seine Erwartungen für das Geschäftsjahr nach unten. Der Gewinneinbruch in der Stromerzeugung habe maßgeblich dazu beigetragen, dass der um Sondereffekte bereinigte Konzerngewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) in den ersten neun Monaten um 19 Prozent auf 7,12 Milliarden Euro gefallen sei, teilte der größte deutsche Versorger am Mittwoch mit.

Teyssen hofft nun auf Hilfe der Politik für seine Gas- und Kohlekraftwerke. "Es bleibt aber abzuwarten, ob die Kraft für die gebotenen großen Lösungen und eine faire Behandlung sicherer Kraftwerke aufgebracht wird", schrieb er den Aktionären.

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Umweltminister Peter Altmaier, NRW-Landesmutter Kraft mit RWE-Chef Peter Terium (links) und Vorstand Lambertz bei der Eröffnung des Kraftwerks Neurath. Quelle: AP

Der Manager erwartet im Gesamtjahr nun ein bereinigtes Ebitda von 9,2 bis 9,3 Milliarden Euro statt 9,2 bis 9,8 Milliarden. Der für die Dividende entscheidende nachhaltige Nettoüberschuss soll zwischen 2,2 und 2,4 Milliarden Euro liegen. Zuvor hatte E.On 2,2 bis 2,6 Milliarden Euro angepeilt. Von Januar bis Ende September brach dieser Wert um 53 Prozent auf 1,91 Milliarden Euro ein. "Vor allem unser traditionelles Kraftwerksgeschäft leidet nach wie vor unter Verwerfungen des Marktes, die teilweise Ergebnis politischer Eingriffe sind", erklärte Teyssen. In der Stromerzeugung fiel der operative Gewinn in den ersten neun Monaten um 41 Prozent auf rund eine Milliarde Euro.

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Dem größten deutschen Versorger machen wie auch den Konkurrenten EnBW und RWE die gefallenen Strom-Großhandelspreise zu schaffen. Diese purzeln wegen der Überkapazitäten in Europa und der zunehmenden Konkurrenz durch Ökostrom aus Wind und Sonne. Die Preise sind seit 2010 von über 60 auf etwa 38 Euro je Megawattstunde gefallen. EnBW hatte am Dienstag für die ersten neun Monate einen Rückgang des Konzernergebnisses um fast 60 Prozent auf 234 Millionen Euro gemeldet.

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