Haustechnik: Was Branchenfremde an intelligenten Stromzählern reizt

Haustechnik: Was Branchenfremde an intelligenten Stromzählern reizt

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Telekom-Techniker: Demnächst auch tätig in der Gebäudeelrktrik?

Intelligente Stromzähler locken Branchenfremde: Was sich die Deutsche Telekom und Google von ihrem Vorstoß in die Haustechnikbranche versprechen.

Noch tauchen die Techniker der Deutschen Telekom mit ihrem Service-Pkw nur dort auf, wo Telefone angeschlossen oder Internet-Zugänge aktiviert werden müssen. In Zukunft könnte die Bonner Service-Mannschaft auch Stromzähler und intelligente Schaltgeräte für die Steuerung der Gebäudeelektrik montieren. Entsprechende Pläne liegen bei der Telekom-Dienstleistungssparte T-Systems bereits in der Schublade.

Denn ab Anfang 2010 sind Bauherren verpflichtet, Neubauten mit sogenannten intelligenten Stromzählern auszustatten. Auf Kundenwunsch müssen die Stromanbieter auch alte Zähler in Wohnungen und Häusern gegen die neuen High-Tech-Geräte austauschen. Damit können Stromkunden unter anderem fast in Echtzeit ihren aktuellen Verbrauch messen. Später sollen die Messgeräte sogar die minutengenaue Abrechnung des Stromverbrauchs und damit auch den dynamischen Wechsel des Stromanbieters ermöglichen – ähnlich der Call-by-Call-Abrechnung beim Telefonieren.

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Rund 200.000 Neubauten müssen 2010 mit solchen Geräten ausgerüstet werden, schätzt die Bauwirtschaft. An diesem großen Umbau möchte die Telekom mitverdienen und bietet den Stromkonzernen ab Jahresende an, nicht nur die Installation der Messgeräte zu übernehmen, sondern auf Wunsch sogar die Abrechnung des Stromverbrauchs und den Rechnungsversand.

Google experimentiert mit intelligenten Zählern

Die Verbrauchsdaten will die Telekom von der zentralen Mess- und Steuerbox daheim via Internet zu speziellen Zentralrechnern übertragen. Stromkunden können die Werte dann in einem geschützten Online-Portal abrufen. Umgekehrt lassen sich mit der neuen Technik über das Internet auch Steuerbefehle an Hausgeräte übermitteln. So kann die Telekom-Strombox im Keller zum Beispiel entsprechend ausgerüstete Waschmaschinen einschalten oder die Rollos herunterfahren. Die Technik wird gerade in einem ersten Feldversuch in der „T-City Friedrichshafen“ getestet.

Auch die amerikanische Datenschluckmaschine Google hat es auf das Geschäft mit den innovativen Stromzählern abgesehen. In den USA läuft bereits ein Versuch mit intelligenten Zählern. Ziel ist auch hier, die Verbrauchsdaten unmittelbar an Google zu übermitteln. Der Nutzer kann sie – ebenfalls in Echtzeit – auf jedem Internet-fähigen Computer anschauen, muss allerdings vorher in einen neuen Zähler investieren. Wann der „Powermeter“ genannte Service der Öffentlichkeit zur Verfügung steht, ist noch offen.

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