
Der wachsende Anteil erneuerbarer Energien verstärkt das Problem noch: Ihr Stromangebot kann wetterabhängig kräftig schwanken. Deshalb sind Puffer nötig. So werden etwa Steinkohlekraftwerke mit verminderter Leistung und daher mit schlechtem Wirkungsgrad betrieben, damit sie bei zu hohem Bedarf schnell mehr Strom liefern können. Im Bedarfsfall werden zudem Gas- und Pumpspeicherkraftwerke zugeschaltet. Und nicht selten müssen Windenergieanlagen vom Netz genommen werden, weil es für den Ökostrom keine Abnehmer gibt.
Wir stehen vor einer neuen Ära der Energieversorgung, die E.On-Chef Wulf Bernotat jüngst blumig ausmalte: „In Zukunft werden unsere Kraftwerke immer mehr durch kleinere, dezentrale Einheiten ergänzt, bei denen erneuerbare Energien und intelligente Vernetzungen eine entscheidende Rolle spielen werden. Kunden werden zum Mitproduzenten von Energie.“ Am Ende werde „eine völlig andere Energiewelt stehen, als wir sie heute kennen“, glaubt Bernotat. Daran sei „nicht zu rütteln“.
Und in dieser neuen Energiewelt mit mehr Ökostrom und zahlreichen Kleinproduzenten könnten Systeme wie Digitalstrom eine entscheidende Rolle spielen: Die Chips erkennen durch Änderungen in der Stromfrequenz, wann zu viel Strom ins Netz eingespeist wird. In so einem Fall steuern sie künftig mit Zigmillionen Großverbrauchern in Tausenden Haushalten automatisch dagegen.
Wenn nachts dann mal wieder ein kräftiger Wind über die Nordsee fegt, werden nicht nur Elektroautos geladen und Waschmaschinen angeworfen, sondern auch Bier und Sekt in unzähligen Kühlschränken einfach ein bisschen stärker gekühlt.














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Alle Kommentare lesen07.07.2009, 20:20 UhrAnonymer Benutzer: Jako
Komfort und Sicherheitsfunktionen für den Wohnbau sind jetzt immer mehr im kommen. Es gibt nun schon einige Systeme mit Funk auf dem Markt. Mit PC und Software können diese je nach belieben gesteuert und automatisiert werden. Wer will auch über Handy oder PDA. Das System von Digitalstrom muss sich erst mal durchsetzen. Um dies, so wie beschrieben, zu Laufen zu bringen, muss jeder Verbraucher, der erfasst werden soll mit diesem Chip ausgestattet sein oder nachgerüstet werden. Um die Geräte auszustatten, müssten quasi alle Hersteller hier mitmachen, stelle ich mir schwierig vor. Des weiteren stellt sich die Frage wieviel Mehrkosten bei den Geräten dadurch entsehen, was kostet die Nachrüstung. Und was wird sonst noch benötigt an Hard- oder Software für die Automatisierung ode Steuerung? Viele Fragen und bisher wenig Antworten.
05.07.2009, 22:39 UhrAnonymer Benutzer: wiwo-onlineleser01
Schließe ich mich den anderen Kommentaren tendenziell an.
Ein Zusatzaspekt und der Grund weshalb die Stromriesen diesem Weg gegenüber "aufgeschlossen" sind:Es geht auch darum, die veralteten Wechselspannungsnetze aufrecht zu erhalten, zumindest noch auf Zeit zu spielen: So gesehen ist der Artikel ehrlich und läßt den eon-Chef zu Wort kommen mit interessanten Aussagen.
Auf den Punkt gebracht: Digitale Kommunikation zwischen Stromverbrauchern, Stromspeicherern, Stromübertragern und Stromherstellern mit dem Ziel der Effizienzsteigerung(keine Überproduktion mehr !!) das bringt wirklich was, wenn die Szenerie entkoppelt und dezentralisiert wird. Dann darf Strom auch teuerer werden, und das muß er dann auch !! Aber mit der vorstellten Technik den Hans Spar nur gedanklich bis hinter seine Haustür zu verbannen, ist ein dummes Spiel. Naja, die ETH Zürich bracht auch Geld, wie wir alle. Ciao
05.07.2009, 22:37 UhrAnonymer Benutzer: wiwo-onlineleser01
Schließe ich mich den anderen Kommentaren tendenziell an.
Ein Zusatzaspekt und der Grund weshalb die Stromriesen diesem Weg gegenüber "aufgeschlossen" sind:Es geht auch darum, die veralteten Wechselspannungsnetze aufrecht zu erhalten, zumindest noch auf Zeit zu spielen: So gesehen ist der Artikel ehrlich und läßt den eon-Chef zu Wort kommen mit interessanten Aussagen.
Auf den Punkt gebracht: Digitale Kommunikation zwischen Stromverbrauchern, Stromspeicherern, Stromübertragern und Stromherstellern mit dem Ziel der Effizienzsteigerung(keine Überproduktion mehr !!) das bringt wirklich was, wenn die Szenerie entkoppelt und dezentralisiert wird. Dann darf Strom auch teuerer werden, und das muß er dann auch !! Aber mit der vorstellten Technik den Hans Spar nur gedanklich bis hinter seine Haustür zu verbannen, ist ein dummes Spiel. Naja, die ETH Zürich bracht auch Geld, wie wir alle. Ciao