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Klimagipfel: Chaostage in Kopenhagen

von Stefanie Augter

Der Klimagipfel geht in die heiße Phase: Ab heute schwitzen nicht nur Beamte sondern auch Minister und Regierungschefs über stockenden Verhandlungen, die Gerüchteküche brodelt – und auf den Straßen Kopenhagens brennen die Barrikaden. Die Rettung der Welt scheitert letzendlich an ihren Rettern, schreibt unsere Korrespondentin Stefanie Augter.

WirtschaftsWoche-Redakteurin Stefanie Augter
WirtschaftsWoche-Redakteurin Stefanie Augter

In Kopenhagen regiert das Chaos. Aktivisten legen mit ihren Demos die Innenstadt lahm, errichten Barrikaden, stürmen die Klimakonferenz. Das Tagungszentrum ist völlig überfüllt, die Warteschlangen davor lang, die Stimmung mies. Tausende, die sich akkreditiert hatten, müssen vor der Tür bleiben. Denen hilft auch die bunte Öko-Parade auf den Straßen nichts.

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Nicht Draußen sondern Drinnen spielt schließlich die Musik – und zwar in Starbesetzung. Royale Klänge kamen von Prinz Charles, ein Hauch Hollywood von Arnold Schwarzenegger, dann noch die ewige Arie vom fleischgewordenen Weltgewissen Al Gore. Und als wären nicht schon genug Promis am Start, trudeln allmählich auch über hundert Staatschefs ein.

Eine perfekte Bühne also für die Retter den Entrechteten. Hugo Chavez hat’s gleich erkannt. „Nieder mit der imperialistischen Diktatur“ brüllt Venezuelas Präsident vom Podium in den Plenarsaal. Gemeint sind die Industrienationen, von denen die meisten Emissionen kommen. Von ihnen wollen die Entwicklungsländer nun eine fette Finanzspritze für den Klimaschutz.

Alles auf den letzten Drücker

Reich gegen Arm – der Konflikt ist nicht neu. Neu ist allenfalls die Tonlage der Debatten. Den Afrikanern reicht es längst nicht mehr, nur am Tisch der Europäer Platz zu nehmen. China und Indien wollen ihren wachsenden Wohlstand nicht durch CO2-Ziele bremsen. Aber die Amerikaner sind auch nicht bereit, mit leuchtendem Beispiel voran zu gehen.

Die Verhandlungen stocken. Die Ölscheichs fordern Kompensation für fallende Preise, Inselstaaten, die im Meer zu versinken drohen, sind auf der Suche nach neuen Gefilden. Selbst die EU rückt plötzlich von ihrem Ehrgeiz ab. Alles auf den letzten Drücker, das ist wie mit Schulkindern, schimpft die Präsidentin der Klimakonferenz. Und tritt kurzerhand zurück.

Dabei hat die Dame Recht: Die Chaos-Truppe an den Verhandlungstischen ist nicht viel besser als die Krawallmacher vor den Türen der Konferenz. Wenn jeder nur aufs Ganze geht, kommt hinterher kein vernünftiger Kompromiss heraus. Das schadet dem Klima – auch dem der internationalen Diplomatie. So scheitert die Rettung der Welt zuletzt an ihren Rettern.

8 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 17.12.2009, 18:33 UhrAnonymer Benutzer: Álvaro

    ich gebe @(@)alle recht. Hugo Chavez ist aber nicht nur für das Klima verantwortlich, er hat den Klimawandel zusammen mit Fidel Castro inszeniert, um darauf gründend eine weltweite kommunistische Diktatur zu errichten. Dafür benutzt er die Staaten Afrikas, die bereits (in kommunistischer Art und Weise) fordern mit den Europäern an einem Tisch zu sitzen.

    Warum also gibt es keinen Gipfel gegen Hugo Chavez !!!

  • 17.12.2009, 18:18 UhrAnonymer Benutzer: @@alle

    ich würde gar soweit gehen zu behaupten, dass das Klima selber nicht existiert, sondern dies eine Erfindung von Hugo Chavez ist, bzw. die von ihm gesteuerten Demonstranten, die wenn sie wieder zurück aus Kopenhagen sind unsere Autos anzünden, weil sie von einem Staat finanziert werden in dem Leistungsträger zu Kasse gebeten werden um die Faulheit/Dummheit anderer zu bezahlen

  • 17.12.2009, 15:23 UhrAnonymer Benutzer: @alle

    Klimaschützer sind Spinner !! Es gibt keine grösseren Spinner ! Schon die bezeichnung "Klima" schützen.. Warum nicht gleich sich auf ein Pferd setzen, eine Lanze nehmen und gegen ein paar Windmühlen laufen?? Klima schützen...

    Wann kapieren die Menschen es eigendlich?? Gibt es nur dumme Leute auf der Welt ?? Glauben an Götter, an Klimaveränderungen, fallen auf jede Verschwörungstheorie rein, glauben an die Allmächtigkeit des Staatsapparates (Überwachung, fingierter 9/11, Mondlamdungsfake, Gefangenhalten von Aliens auf der Area 51, Weltmachtübernahme durch Klimaschutz, etc etc...)

    Dass das Klima sich verändert ist klar.. Wenn es nicht so wäre würde die Erde nicht mehr um die Sonne kreisen.. Der Mensch verändert sich auch im Laufe seines Lebens. Und wenn er sich mit noch soviel botox vollspritzt. er verändert sich trotzdem. Der Mensch kann diesen Veränderungen nur dann entgegenkommen wenn er sich mit den Verändeungen abfindet und sich anpasst.

    Genauso bei der Klimaveränderung. Das Klima wird halt wärmer und es ändert gar nichts daran ob wir uns in den industriestaaten nach dem stuhlgang nur einmal abpuzten anstatt 4 mal und nur 2 mal am Tag die Spülung drücken.

    wie wäre es wenn bei diesen Klimagipfeln darüber gerden werden würde wie wir uns an diese Veränderung des Klimas anpassen können. der Meeresspiegel ist am Steigen.. Gut, dann könnte man doch versuchen den Leuten in den betroffenen Ländern klarzumachen dass sie ihre Häuser etwes höher bauen sollen oder ganz darauf verzichten sollen in den Überschwemmungsgebieten zu bauen. irgendwie sind sie ja selbst an ihrem Unglück Schuld..

    Es gibt auch sowas wie Dämme gegen Überschwemmungen.. Siehe Holland..

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