Kooperationen: Deutsche Konzerne sollen China beim Energie sparen helfen

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Kooperationen: Deutsche Konzerne sollen China beim Energie sparen helfen

Chinas neue Führung will im Kampf gegen die dramatische Umweltverschmutzung mit deutscher Hilfe vorankommen. Bei der Energieeffizienz entstehe in China ein enormer Markt, auf dem deutsche Konzerne eine wichtige Rolle spielen könnten.

China ringt mit einer gewaltigen Umweltverschmutzung. Die Regierung hat den Schutz der Umwelt zu einem Thema der nationalen Sicherheit erklärt, die Probleme sind gravierend: Im vergangenen Jahr haben nur 3 von 74 Großstädten den staatlichen Standard für gute Luft eingehalten. In der Hauptstadt Peking leiden die Bürger fast jeden Tag an einer gefährlich hohen Feinstaub-Konzentration. Nach Zahlen der US-Botschaft hatten sie in den vergangenen sechs Jahren nur 25 gute Tage nach US-Gesundheitsmaßstäben. Zudem bläst die Volksrepublik weltweit am meisten klimaschädliches CO2 in die Luft.

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Außerdem ist rund ein Fünftel von Chinas Agrarland verseucht. 19,4 Prozent der Agrarfläche sind laut Umweltschutzbehörde vor allem mit Kadmium, Nickel und Arsen kontaminiert. Zwischen 2005 und 2013 hatte die Behörde die Qualität des Bodens in China untersuchen lassen, aber dann die Ergebnisse zum Staatsgeheimnis erklärt. Erst unter öffentlichem Druck wurde vergangene Woche ein Teil der Ergebnisse veröffentlicht. Aber die Behörde verschweigt noch immer, welche Orte besonders stark vergiftet sind, so dass sich Bürger nicht schützen können. Darüber hinaus ist die Hälfte der größten Seen Chinas ist verschmutzt, wie aus dem Jahresbericht des Umweltministeriums für 2011 hervorgeht. Laut der rund 4700 staatlichen Messstationen steht es um das Grundwasser noch schlechter. 55 Prozent der Messwerte sind „relativ schlecht“ oder noch schlechter. Etwa die Hälfte der ländlichen Bevölkerung hat laut Greenpeace keinen Zugang zu Trinkwasser, das internationale Standards erfüllt.

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Jetzt sollen deutsche Konzerne China in puncto Umweltschutz beistehen - und daran verdienen. Der Vorsitzende der Reformkommission NDRC, Xu Shaoshi, sagte am Dienstag nach einem Gespräch mit Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) in Peking, bei der Energieeffizienz entstehe in China ein enormer Markt, auf dem deutsche Konzerne eine wichtige Rolle spielen könnten. „Deutschland hat weltweit führende Produkte und das effektivste System zur Einsparung von Energie.“

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Eine vertiefte Kooperation könne es in Städtebau, Industrie und bei Elektroautos geben. Der „alte Weg“ der grenzenlosen Energieverschwendung sei zu Ende. China wolle seinen Beitrag zum weltweiten Klimaschutz leisten, sagte Xu. Gabriel betonte, wenn Deutschland und China gemeinsam Erfolg hätten, würden andere Länder folgen: „Das beste Heilmittel gegen den Klimawandel ist die Verringerung des Energieverbrauchs.“ Allerdings müsse Peking etwas gegen die Benachteiligung deutscher Investoren im Land tun, forderte der Vizekanzler. Nur eine „Partnerschaft auf Augenhöhe“ mache Sinn.

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