Kraftwerkssparte: RWE weitet Sparprogramm aus

Kraftwerkssparte: RWE weitet Sparprogramm aus

, aktualisiert 12. September 2014, 10:39 Uhr
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Der Vorstandsvorsitzende der RWE AG, Peter Terium

Der Energiekonzern RWE will einem Zeitungsbericht zufolge die Kosten in seiner Kraftwerkssparte noch stärker verringern. Das Sparprogramm soll um Hunderte Millionen Euro ausgebaut werden.

Deutschlands zweitgrößter Energiekonzern RWE verschärft die Einsparungen bei seiner angeschlagenen Kraftwerkssparte. RWE reagiere damit auf die nochmals verschlechterten Marktbedingungen, erklärte eine Sprecherin nach einem entsprechenden Bericht der „Rheinischen Post“. Zu konkreten Zahlen wollte sie sich nicht äußern.

Die Zeitung schreibt unter Berufung auf Aufsichtsratskreise, dass das Sparziel beim Programm „RWE Neo“ von derzeit rund 800 Millionen Euro um mehrere hundert Millionen Euro aufgestockt werden solle.

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RWE nach 2,5 Jahren Energiewende

  • Umsatz

    RWE konnte den Umsatz zwischen 2010 und 2012 bei 52 bzw. 53,2 Milliarden Euro stabil halten. Nach den ersten neuen Monaten 2013 liegt der Umsatz mit 39,9 Milliarden Euro bei vier Prozent über dem Vorjahreswert.

  • Ebitda

    Der Gewinn vor Steuern, Zinsen, Abschreibungen (Ebitda) fiel von 10,3 Milliarden Euro im Jahr 2010 auf 9,3 Milliarden Euro im Jahr 2012. Im Jahr der Fukushima-Katastrophe (2011) lag er bei 8,5 Milliarden Euro. Nach den ersten drei Quartalen 2013 liegt das Ebitda mit 6,7 Milliarden Euro auf dem Vorjahreswert. Für das Gesamtjahr 2013 rechnet RWE mit einem Ebitda von etwa 9 Milliarden Euro.

  • Konzernüberschuss

    Der Konzernüberschuss fiel beträchtlich von 7,7 Milliarden Euro im Jahr 2010 auf 5,8 Milliarden Euro im Jahr 2011. 2012 gelang es RWE sein betriebliches Ergebnis (= Konzernüberschuss) wieder auf 6,4 Milliarden Euro zu verbessern. Nach den ersten drei Quartalen 2013 ist der Konzernüberschuss mit 4,6 Milliarden Euro annährend stabil geblieben. Zum Halbjahr lag es noch 12 Prozent über dem Vergleichszeitraum 2012. Für das Gesamtjahr 2013 rechnet RWE mit einem Überschuss von etwa 5,9 Milliarden Euro und einem nachhaltige Nettoergebnis von etwa 2,4 Milliarden.

  • Prognose 2014

    Für das Geschäftsjahr 2014 geht RWE von einem Ebitda von 7,6 bis 8,1 Milliarden Euro aus. Das betriebliche Ergebnis (Konzernüberschuss) soll zwischen 4,5 und 4,9 Milliarden Euro betragen. Das nachhaltige Nettoergebnis soll zwischen 1,3 bis 1,5 Milliarden Euro liegen .

Wie auch andere Versorger kämpft der Konzern mit der sinkenden Wirtschaftlichkeit von Kohle- und Gaskraftwerken. Im ersten Quartal waren die Ergebnisse der RWE-Kraftwerkssparte wegen der niedrigen Börsenstrompreise erneut stark um 25 Prozent auf 559 Millionen Euro zurückgegangen. Mitte August hatte RWE die teilweise oder vollständige Stilllegung von drei weiteren Kohlekraftwerken mit zusammen rund 1000 Megawatt Kapazität angekündigt.

Der Vertrag zur Beschäftigungssicherung bei RWE, der Kündigungen verbietet, läuft Ende 2014 aus. Der Energiekonzern hatte im vorigen Jahr angekündigt, bis zum Jahr 2016 in der Kraftwerkssparte 2300 der einst 16 800 Arbeitsplätze sozialverträglich abzubauen. Es bleibe dabei, dass keine betriebsbedingten Kündigungen geplant seien, sagte die Sprecherin am Freitag. Bei steigenden Börsenstrompreisen könne sich die Situation auch wieder ändern.

Weitere Artikel

Am 19. September befasst sich der RWE-Aufsichtsrat mit der Strategie des Konzerns. Die Belegschaft ist besorgt. Angesichts einer möglichen Ausweitung des Sparprogramms sei es umso wichtiger, dass der Tarifvertrag mit Beschäftigungssicherung schnell komme, sagte Hans Peter Lafos, der für die Gewerkschaft Verdi im RWE-Kontrollgremium sitzt, der „Rheinischen Post“. „Entlassungen darf es bei RWE nicht geben.“

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