Kühlschränke: Coole Schränke für ein besseres Klima

Kühlschränke: Coole Schränke für ein besseres Klima

Weiße Ware hat's nicht leicht. Schließlich steht in fast jedem deutschen Haushalt bereits mindestens ein Kühlschrank. Außerdem müssen moderne Kühlgeräte beides können: Sie sollen wenig Strom verbrauchen – und möglichst schick aussehen.

Sorgt der Kühlschrank für die richtige Temperatur des Weißweins? Was lässt sich mit den Produkten zaubern, die noch im Gemüsefach lagern? Ist noch genug Milch und Butter da? Fragen wie diese sind für moderne Kühlschränke kinderleicht zu beantworten. Auf LCD-Bildschirmen in der Tür zeigen sie die Temperaturverteilung im Inneren an, liefern zum Vorrat die passenden Kochrezepte oder bestellen Nachschub übers Internet. Wirklich gefragt sind diese Spielereien indes noch nicht – der Umsatz mit Features wie LCD-Anzeige, integriertem Wasserspender oder Eiswürfelbereiter hält sich in Grenzen.

Die sogenannte weiße Ware hat es nicht leicht – schließlich steht längst in jeder Küche ein Kühlschrank. 2008, so der Zentralverband Elektrotechnik und Elektroindustrie, brummten 39,5 Millionen Kühlschränke mit oder ohne Gefrierkombination in deutschen Haushalten. Das entspricht einem Sättigungsgrad von 99 Prozent. Hersteller wie Bosch/Siemens, Miele, AEG-Electrolux und Bauknecht tüfteln daher ständig an neuen Ausstattungen.

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Länger frisch

So sind moderne Kühlgeräte in Klimazonen unterteilt, in denen sich nicht nur die Temperatur, sondern auch die Luftfeuchtigkeit individuell regulieren lässt. Für Gemüse, Wurst und Milchprodukte gibt es unterschiedlich trockene und feuchte Null-Grad-, Kühl-, Keller- und Gefrierzonen. Das soll die Haltbarkeit von Lebensmitteln im Vergleich zu klassischen Kühlschränken um das Dreifache verlängern. Der Vorteil für die Konsumenten: Sie müssen nicht mehr so oft einkaufen gehen. Die Hoffnung der Hersteller: Der Kunde findet den neuen Kühlschrank – cool.

Denn nachdem heute selbst preiswerte Kühlschränke auf geringeren Stromverbrauch gepolt sind, legen Käufer immer größeren Wert auf die optischen Qualitäten, sagt Werner Scholz vom Fachverband Elektro-Haushalt-Großgeräte: „Die Konsumenten wollen es schick und schön in ihrem Heim. Der Trend dabei geht zur Markenware.“

Eisige Zeiten

Gerade in der Wirtschaftskrise hätten es die Menschen zu Hause gerne bequem und exquisit. Daher boomt auch der Absatz frei stehender Kühl-Gefrier-Kombinationen mit Edelstahlfront. Die großen Kombinationen von Herstellern wie Liebherr oder Bosch kosten zwischen 1000 und 2000 Euro. Auch der Absatz der sogenannten Side-by-Side-Geräte – auf der einen Seite der Kühlschrank, auf der anderen das große Eisfach – nimmt zu, obwohl solche Geräte bis zu 4500 Euro kosten. Sie sorgen mit dafür, dass die Branche im ersten Quartal 2009 ein Umsatzplus von circa fünf Prozent schaffte.

Für das Gesamtjahr 2009 erwartet Verbandsgeschäftsführer Scholz allerdings nur ein Wachstum von etwa einem Prozent. Im Auge haben die Kunden verstärkt die Energieeffizienz: Die höchsten Effizienzklassen A+ und A++ hatten 2008 bereits einen Marktanteil von 62 Prozent. Das ist ein Viertel mehr als im Jahr zuvor.

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