Milliarden-Deal: BASF will RWE-Tochter Dea kaufen

Milliarden-Deal: BASF will RWE-Tochter Dea kaufen

, aktualisiert 19. Dezember 2013, 10:10 Uhr
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Flaggen wehen vor BASF in Monheim. Der Konzern will laut einem Zeitungsbericht größer ins Öl- und Gasgeschäft einsteigen.

Der Chemiekonzern BASF will offenbar einen milliardenschweren Zukauf tätigen und so sein Energiegeschäft ausbauen. Laut einem Bericht bereitet BASF ein Angebot für die Hamburger RWE-Tochter Dea vor.

Der weltgrößte Chemiekonzern BASF bereitet einem Zeitungsbericht zufolge eine Offerte für RWEs Öl- und Gastochter Dea vor. Die Abteilung M&A (Mergers & Acquisitions, Fusionen und Übernahmen) bei den Ludwigshafenern arbeite intensiv an einem solchen Angebot, das mehrere Milliarden Euro wert wäre, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" in ihrer Donnerstagausgabe unter Berufung auf Finanz- und Branchenkreise.

Interessenten müssten unverbindlich Gebote für Dea spätestens in der Woche einreichen, die am 13. Januar beginne, hieß es. RWE-Chef Peter Terium hatte im März angekündigt, Dea zum Verkauf zu stellen. Für BASF wäre die Tochter des deutschen Versorgers kein kleiner Zukauf: Der Wert des Unternehmens wird auf bis zu fünf Milliarden Euro geschätzt.

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"Wir kommentieren Spekulationen grundsätzlich nicht", sagte eine BASF-Sprecherin. BASF hatte zuletzt betont, das Öl- und Gasgeschäft weiter ausbauen zu wollen, da es wegen seiner geringen Konjunkturanfälligkeit eine wichtige Ergebnisstütze des Konzerns sei. Die Ludwigshafener betreiben in Form der Tochtergesellschaft Wintershall eine eigene Öl- und Gaseinheit.

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Finanzkreisen zufolge ist auch der US-Finanzinvestor KKR mit der Kuwait Foreign Petroleum Exploration (Kufpec) im Rennen. Auch der russische Milliardär Michail Fridman ist Insidern zufolge in das Rennen um die RWE-Tochter eingestiegen. RWE Dea mit Sitz in Hamburg ist in 14 Ländern vertreten, darunter Deutschland, Großbritannien, Norwegen und Ägypten und beschäftigt rund 1400 Mitarbeiter. Das Unternehmen hat Anteile an rund 190 Öl- und Gaslizenzen in Europa, dem Nahen Osten und Nordafrika. Im vergangenen Geschäftsjahr fuhr die RWE-Tochter einen Betriebsgewinn von 685 Millionen Euro ein - gut ein Zehntel des Konzerngewinns.

Zugleich wurde bekannt, dass RWE sich von seinen Anteilen an dem ungarischen Gasnetzbetreiber Fögáz trennt. Das Energieversorgungsunternehmen MVM übernehme von RWE Gas International die Fögáz-Beteiligung von knapp 50 Prozent, teilte der Essener Konzern am Donnerstag mit. Die Transaktion bezifferte RWE auf einen Wert von umgerechnet rund 140 Millionen Euro. Die Anteile sollen voraussichtlich im ersten Halbjahr 2014 übertragen werden. Fögáz betreibt ein Gasnetz von 5800 Kilometer Länge und beliefert seine 820.000 Kunden jährlich mit mehr als zwei Milliarden Kubikmeter Gas.

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