Nach Verlustjahr: Energiekonzern E.ON will wieder wachsen

, aktualisiert 09. August 2017, 08:09 Uhr
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Der Energiekonzern Eon hat im vergangenen Geschäftsjahr den höchsten Verlust seiner Unternehmensgeschichte eingefahren.

Nach hohen Milliardenverlusten kommt Energiekonzern E.ON allmählich wieder in Fahrt. Der bereinigte Gewinn von 1,8 Milliarden Euro lag über den Schätzungen von Analysten.

E.ON-Chef Johannes Teyssen will nach den Rekordverlusten des Energiekonzerns wieder in die Offensive gehen. "Wir haben den finanziellen Spielraum, um in neues Wachstum zu investieren", sagte der Manager am Mittwoch. Der Konzern hatte mit einer Kapitalerhöhung und der Rückzahlung der Atomsteuer durch den Bund mehrere Milliarden Euro eingenommen. 2016 hatte der Versorger nach hohen Abschreibungen einen Nettoverlust von 16 Milliarden Euro verbucht.

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Das Logo vom Energiekonzern Eon Quelle: dpa

Im ersten Halbjahr fuhr der Konzern einen um Sondereffekte bereinigten Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 1,8 Milliarden Euro. Dies war zwar ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr um zwölf Prozent, lag aber über den Schätzungen der Analysten von 1,56 Milliarden Euro. Das bereinigte Nettoergebnis kletterte dank eines besseren Zinsergebnisses um 46 Prozent auf 881 Millionen Euro. Operativ lief es zuletzt vor allem im wichtigen Netzgeschäft besser, während E.ON im Vertriebs- und im Ökostromgeschäft im Halbjahr noch mit Einbußen kämpfte.

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Der Konzern bestätigte die Prognose, wonach im Gesamtjahr das bereinigte Ebit bei 2,8 bis 3,1 Milliarden Euro liegen soll und der bereinigte Überschuss bei 1,2 bis 1,45 Milliarden Euro. Die Verschuldung konnte der Versorger im ersten Halbjahr um rund fünf Milliarden auf 21,5 Milliarden Euro senken. Das Bundesverfassungsgericht hatte die Kernbrennstoffsteuer Anfang Juni für verfassungswidrig erklärt. Daraufhin erhielt E.ON inklusive Zinsen mehr als drei Milliarden Euro zurück.

E.ON hatte am Dienstag angekündigt, ab dem Geschäftsjahr 2018 einen höheren Anteil des bereinigten Konzernüberschusses auszuschütten. Es sollten dann mindestens 65 Prozent des Wertes an die Anleger weitergereicht werden. Ursprünglich hatte E.ON eine Quote von 50 bis 60 Prozent ab 2018 in Aussicht gestellt.

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