Netzausbau: Tennet darf und soll

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Netzausbau: Tennet darf und soll

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Deutschland und die Niederlande haben sich im Streit um den Stromnetzbetreiber Tennet geeinigt. Das niederländische Staatsunternehmen darf für notwendige Milliardeninvestitionen in Deutschland private Investoren beteiligen.

von Andreas Wildhagen

Der niederländische Netzbetreiber Tennet soll sich jetzt private Partner suchen, um den Leitungsbau in Deutschland voranzutreiben. Wirtschaftsminister Rösler spricht von einem Durchbruch.

Der Unmut über Tennet war groß, zumindest auf der Seite der deutschen Politik. Windparkbetreiber wie RWE klagten über die mangelnde Investitionsbereitschaft des Netzbetreibers, dem neun Prozent Verzinsung für Neuinvestitionen wohl nicht genug waren. Den Niederländern, die vor fünf Jahren das Hochspannungsnetz von E.On erwarben, war der massive Leitungsbedarf nach der Energiewende einfach zu viel. Und weil Partner nicht wussten, wie sie in die Projekte zusammen mit Tennet einsteigen sollten, lahmte die wohl wichtigste Investition für die künftige Versorgungssicherheit in Deutschland.

Netzausbau Tennet steht auf der Leitung

Tennet steht seit Monaten wegen Problemen beim Anschluss der Nordsee-Windparks in der Kritik. Von Spekulationen um einen Verkauf des Netzes fühlen sich die Niederländer überrumpelt.

Zwei Monteure arbeiten an einem Strommasten Quelle: dapd

Das ist seit Donnerstagabend anders. Der niederländische Wirtschaftsminister Maxime Verhagen sagte nach einem Treffen mit seinem deutschen Amtskollegen Philipp Rösler (FDP): „Tennet Deutschland kann und will auch mehr Privatkapital für künftige Investitionen einsammeln, dagegen hat die niederländische Regierung überhaupt keine Einwände“.

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Das soll nun der Startschuss für den Bau neuer Leitungen vor allem über Unterwasserkabel für Offshore-Windparks sein. RWE Innogy hatte jüngst den lahmenden Ausbau der Stromkabel und Drähte angemahnt und seine Investitionen damit in Frage gestellt. 

Wirtschaftsminister Rösler sah es positiv: „Wir haben heute einen Durchbruch erzielt“. Zunächst nur auf dem Gesetzespapier. Ob damit deutsche Investoren wie Allianz und Munich Re auch wirklich Lust auf dieses Investment bekommen, ist damit aber noch lange nicht sicher.

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