Niedriger Ölpreis: Weitere Ölfirmen entlassen Mitarbeiter

Niedriger Ölpreis: Weitere Ölfirmen entlassen Mitarbeiter

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BP-Bohrplattform in der Nordsee: 400 Mitarbeiter müssen gehen

Nach BP und Schlumberger streichen weitere US-Öldienstleister Tausende von Stellen. Grund ist der niedrige Ölpreis. Auch andere Unternehmen reagieren.

Die Nordsee gilt als eine der teuersten Ölförderstätten der Welt. Um das Geschäft "wettbewerbsfähig und zukunftssicher" zu machen, müssen bei dem britischen Ölriesen BP 400 Angestellte in der Nordsee-Förderung gehen. 300 Arbeitsplätze in Großbritannien und 100 in Norwegen fallen weg, insgesamt beschäftigt der Konzern 4.000 Mitarbeiter in dem Fördergebiet. "Wir bekennen uns jedoch weiterhin zum Fördergebiet Nordsee", sagte Trevor Garlick, bei BP verantwortlich für die Nordsee.

Es handele sich um ein reifes Fördergebiet. Bei den gegenwärtig harten Marktbedingungen seien Schritte notwendig. Die britische Ölarbeiter-Gewerkschaft RMT kritisierte, die Branche mache die Beschäftigten zu Sündenböcken für ihr Versäumnis, sich auf Zeiten fallender Ölpreise vorzubereiten. Die BP-Rivalen Shell und Chevron waren diesen Schritt bereits 2014 gegangen.

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Auch in den USA werden wegen des rasanten Ölpreisverfalls immer mehr Stellen gestrichen. Der Öldienstleister Baker Hughes kündigte an, voraussichtlich rund 7000 Mitarbeiter zu entlassen. Die Firma hatte Ende September gut 61.000 Beschäftigte. Ihr größerer Fusionspartner Halliburton signalisierte ebenfalls die Streichung von Tausenden von Arbeitsplätzen.

Die Anpassungen dürften im Rahmen dessen liegen, was auch die großen Wettbewerber planen, sagte Vorstand Jeffrey Miller, ohne genaue Zahlen zu nennen. Der Konzern beschäftigt mehr als 80.000 Mitarbeiter. Erst vergangene Woche hatte der weltweit führende Anbieter von Dienstleistungen zur Ölförderung, der US-Konzern Schlumberger, den Abbau von 9000 Stellen oder sieben Prozent der Belegschaft angekündigt.

In welchen Regionen Arbeitsplätze abgebaut werden sollen, blieb zunächst offen. Mit der angekündigten Restrukturierung will sich Schlumberger auf die "erwartete verminderte Aktivität" einstellen. Das Unternehmen sprach vor dem Hintergrund des sinkenden Ölpreises von "unsicheren" Rahmenbedingungen, gegen die vorgegangen werden müsse. Im vierten Quartal war der Schlumberger-Gewinn um 82 Prozent eingebrochen.

Preissturz Welche Ölaktien jetzt günstig sind

Der Ölpreis fällt immer weiter, zuletzt sogar unter die 50-Dollar-Marke. Während Ölförderer in Schwierigkeiten geraten, sind Aktien von einigen Ölunternehmen langfristig ein guter Kauf.

Aktien nach dem Fall des Ölpreises Quelle: Bloomberg

Der Ölpreis sinkt seit Monaten rapide und beträgt mit derzeit um die 45 Dollar für ein Fass (159 Liter) Nordseeöl der Sorte Brent Chart zeigen nur noch weniger als die Hälfte als im Sommer. Grund ist ein internationales Überangebot, zu dem die nur zögerliche Erholung der Weltwirtschaft und der US-Schiefergas-Boom maßgeblich beigetragen haben.

Auch der drittgrößte US-Ölkonzern, ConocoPhillips, reagiert auf die aktuellen Ölpreise – allerdings nicht mit Stellenstreichungen. Stattdessen will das Unternehmen seine Investitionen um ein Fünftel kappen.

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