Nord Stream: Eine Röhre für das Energieloch

Nord Stream: Eine Röhre für das Energieloch

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Verlegeschiff der Nord Stream-Pipeline vor Rügen

von Andreas Wildhagen

Es ist soweit: die Ostsee-Erdgaspipeline wird feierlich eröffnet. Sie soll auch Deutschlands Energieprobleme nach dem Atomausstieg lösen.

Für Kanzlerin Angela Merkel wird es mal ein sehr angenehmer Termin. Nicht im Euro-Fight in Cannes verstrickt, nicht im Tag-und Nacht-Krisenmanagement um die Einheit der Europäischen Union im Einsatz – sondern einmal ganz relaxed im mecklenburgischen Lubmin ein Jahrhundertbauwerk einweihen, und das zusammen mit einem hochrangigen Staatsvertreter, Russlands Präsident Dimitri Medwedjew.

Die Ostseepipeline, die für Planung und Verlegung über sieben Jahre benötigte und die noch vom damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder für die Erdgas-Versorgung Westeuropas angeschoben wurde, ist nun auch offiziell endlich fertig – eine Röhre zumindest.

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Erdgas für die Energiewende?

Der zweite Strang soll in einem Jahr fertig sein. Als Schröder mit Wladimir Putin zusammen die Verträge für die Ostseepipeline unterschrieb, gab es noch so etwas wie einen Energiemix in Deutschland. 20 Prozent steuerte die Kernenergie zur Versorgung bei. Das Blatt hat sich nun über sieben Jahre danach gründlich gewendet.

Zur Zeit liefert die Atomkraft nach der Energiewende der Bundesregierung und der Sofortabschaltung von acht Meilern nur noch zehn Prozent der Stromversorgung – Tendenz fallend. Bis 2022 soll das letzte Kernkraftwerk abgeschaltet sein. Dann muss der 20-Prozentblock des Energiemix vollständig ersetzt worden sein. Mit Erdgas?

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