Photovoltaik: Durchbruch für Solarzellen aus Silizium

Photovoltaik: Durchbruch für Solarzellen aus Silizium

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Produktionsanlage für amorphe Silizium basierte Dünnschichtmodule der ersol Thin Film GmbH

Solarzellen aus Silizium, die prinzipiell teurer sind als Dünnschichtzellen, dominieren – noch –, weil der Rohstoffengpass überwunden ist.

Verglichen mit den Großen der Branche, ist die Solarsiliziumanlage des Erfurter Unternehmens PV Solar ein Zwerg. Die Kapazität des Werks in Bitterfeld, das kürzlich in Betrieb ging, produziert nur 1800 Tonnen pro Jahr.

Doch für das ebenfalls in Erfurt ansässige Fotovoltaikunternehmen Ersol wirkt es wie ein Gesundbrunnen: Endlich hat es eine sichere Quelle für Solarsilizium für seine Produktion.

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Produktion steigt auf 120.000 Tonnen Solarsilizium

PV Solar gehört zu den mehr als ein Dutzend Unternehmen weltweit, die in jüngster Zeit aufgrund des Solarsiliziummangels neu in das Geschäft mit dem gefragten Rohstoff eingestiegen sind. Die Produktionskapazität steigt, so eine Prognose der Solarexperten von Photon Consulting in Aachen, in diesem Jahr auf rund 120.000 Tonnen. 2006 waren es noch 41.000 Tonnen.

Die Großen der Branche wie Wacker (das Unternehmen verdreifacht seine Kapazität derzeit auf rund 25.000 Jahrestonnen und machte trotz Finanzkrise vor allem mit Silizium so gute Geschäfte, dass der Gewinn im ersten Halbjahr deutlich stieg) oder der norwegische Marktführer REC können den wachsenden Bedarf allein längst nicht mehr decken.

Die meisten Neulinge im Geschäft mit dem Solarsilizium setzen neue Techniken ein, die die Produktion der Fotovoltaikanlagen drastisch verbilligen. Damit behaupten die wegen Engpässen bei der Rohstoffversorgung schon mal totgesagten Hersteller von Solarzellen aus Silizium ihre Position, zumal deren Produkte mit Wirkungsgraden bis zu 18 Prozent, mit denen sich beispielsweise der japanische Hersteller Kyocera schmücken darf, selbst die besten siliziumfreien Zellen deutlich schlagen. Die erreichen allenfalls zwölf Prozent.

Gemessen an der Stromerzeugungskapazität, kommen die siliziumfreien Zellen auf gerade mal ein Zehntel der Weltproduktion – vor allem dank First Solar. Der amerikanische Solarkonzern steuerte im vergangenen Jahr fast zwei Drittel zur Weltproduktion derartiger Zellen bei.

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