RWE: Britische Tochter npower wird zum Bremsklotz

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RWE: Britische Tochter npower wird zum Bremsklotz

, aktualisiert 08. März 2016, 08:39 Uhr
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Die RWE-Tochter npower macht dem Mutterkonzern Sorgen.

RWE hat Probleme mit npower. Die britische Tochter des Energiekonzerns kämpft mit Kundenschwund und Abrechnungsproblemen und wird auch 2016 noch für Belastungen sorgen. 2400 Stellen sollen deshalb dort gestrichen werden.

Der Energiekonzern RWE hat die Probleme bei seiner britischen Tochter noch nicht im Griff. Die Tochter npower habe im vergangenen Geschäftsjahr einen Betriebsverlust von 137 Millionen Euro eingefahren, teilte RWE am Dienstag mit. Das mit Kundenschwund und Abrechnungsproblemen kämpfende Unternehmen werde auch 2016 noch für Belastungen sorgen. Es solle umfassend restrukturiert werden.

Restrukturierung - das heißt wohl vor allem Stellenabbau. npower kündigte am Dienstag an, sich von rund einem Fünftel der Beschäftigten trennen zu wollen. Rund 11.500 Menschen arbeiten den Angaben zufolge derzeit im britische Vertriebsgeschäft, davon sollen nun 2400 gehen. Knapp die Hälfte der Stellenstreichungen sind bei den rund 6700 Festangestellten geplant.

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npower war im vergangenen Jahr in schweres Fahrwasser geraten, weil eine Umstellung eines Computersystems für Kundenabrechnungen völlig misslang. In der Folge häuften sich die Beschwerden. Zahlreiche Kunden kündigten oder konnten nur mit satten Rabatten gehalten werden.

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Peter Terium. Quelle: dpa

Hinzu kamen Belastungen aus staatlichen Vorgaben, mit denen die großen britischen Stromversorger wie RWE npower Kunden beim Stromsparen unterstützen müssen. RWE räumt ein, die Entwicklung unterschätzt zu haben.

Als Folge verbuchte RWE auf seinem zweitwichtigsten Markt nach Deutschland für 2015 einen betrieblichen Verlust von 137 Millionen Euro nach einem Gewinn von 227 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Auch in diesem Jahr rechnet der Konzern angesichts des Sanierungsprogramms mit Belastungen in Großbritannien. Das Management dort wurde bereits ausgetauscht.

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