RWE-Chef: Kündigungen wegen Konzernumbau möglich

RWE-Chef: Kündigungen wegen Konzernumbau möglich

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Die geplante Aufspaltung des Energiekonzerns RWE könnte auch zu Kündigungen führen.

Die geplante Aufspaltung des Energiekonzerns RWE könnte auch zu Kündigungen führen. Dafür sollten in der neuen Tochter mit den erneuerbaren Energien Jobs entstehen.

RWE -Chef Peter Terium schließt Kündigungen im Rahmen der Aufspaltung des Versorgers nicht aus. In der alten RWE mit den Gas-, Kohle- und Atomkraftwerken sowie dem Energie-Großhandel würden Stellen vor allem in Kraftwerken wegfallen, sagte er dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Donnerstagausgabe) einem Vorabbericht zufolge.

Deutschlands Energieriesen im Vergleich

  • Eon

    Mit über 122 Milliarden Euro Umsatz und weltweiten Kapazitäten zur Stromerzeugung von 61 Gigawatt im Jahr 2013 ist Eon Deutschlands größter Energiekonzern. Doch den Düsseldorfern machen die Folgen der Energiewende zu schaffen. Das klassische Stromgeschäft wirft wegen des wachsenden Anteils von Sonnen- und Windenergie immer weniger Geld ab. Zudem häufte Eon durch seine Expansion einen Schuldenberg von 31 Milliarden Euro an. Ende 2013 hatte der Konzern 62.200 Mitarbeiter.

  • RWE

    Die Gewinne des zweitgrößten deutschen Versorgers sind wegen des niedrigen Börsenstrompreises 2014 rapide geschrumpft. Das betriebliche Ergebnis sank auf 4 Milliarden Euro und lag 25 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Außenumsatz des Konzerns ging von 52,4 auf 48,5 Milliarden Euro zurück. Die Nettoverschuldung von RWE bewegte sich 2014 mit 31 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau. Ende 2014 beschäftigten die Essener weltweit knapp 59.800 Mitarbeiter.

  • EnBW

    Die Nummer drei der Branche will zum Treiber der Energiewende werden. Ende 2013 erzeugte EnBW knapp 20 Prozent seines Stroms aus erneuerbaren Energien wie Wind, Wasser, Sonne und Biomasse. Bis 2020 soll der Anteil 40 Prozent betragen. Die Karlsruher haben rund 20.000 Mitarbeiter und einen Umsatz von über 20 Milliarden Euro. Unrentable Kraftwerke und niedrige Strompreise sorgten unter dem Strich in den ersten neun Monaten 2014 für ein Minus von über 770 Millionen Euro.

  • Vattenfall

    Fallende Preise machten dem schwedischen Konzern 2014 zu schaffen. Der Umsatz sank auf 166 Milliarden Kronen (18 Milliarden Euro). Auch das bereinigte Betriebsergebnis von 2,6 Milliarden Euro fiel geringer aus - teils wegen Rücklagen für den deutschen Atomausstieg. 2015 will das Staatsunternehmen aus Stockholm mit 30.200 Mitarbeitern einen strikten Sparkurs fahren. In Deutschland erwägt Vattenfall einen Verkauf seiner Braunkohle-Sparte in Brandenburg und Sachsen.

Dafür sollten in der neuen Tochter mit Netz- und Vertriebsgeschäft neue Jobs entstehen. Zwar sollten diese Verschiebungen "so sozialverträglich wie möglich" erfolgen, sagte er. "Ausschließen kann man aber nichts - dazu sind die Änderungen zu weitreichend."

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Terium will den kohlelastigen Energieriesen auf einen grünen Wachstumspfad führen. Der Aufsichtsrat soll am Freitag über seine Pläne entscheiden. Die Arbeitnehmervertreter haben erklärt, die Arbeitsplätze müssten dauerhaft gesichert werden.

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