RWE: Ökostromtochter will eine Milliarde Euro investieren

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RWE: Ökostromtochter will eine Milliarde Euro investieren

, aktualisiert 12. Januar 2015, 15:01 Uhr

Der schwächelnde Energiekonzern RWE will die Investitionen in sein Ökostromgeschäft ohne weitere Einschnitte vorantreiben. Dafür sollen unter anderem zwei Offshore-Windparks vollständig in Betrieb genommen werden.

Der schwächelnde Energiekonzern RWE will mit seinem Ökostromgeschäft nach immer neuen Rückschlägen endlich Kasse machen. RWE Innogy wolle sowohl 2015 als auch 2016 operativ mehr verdienen, sagte der Chef der Konzernsparte, Hans Bünting, am Montag in Essen. Konkrete Zahlen nannte er nicht. "Wachstum sehen wir im Wesentlichen im Wind." Der Konzern profitiere davon, dass die Offshore-Felder "Nordsee Ost" und "Gwynt y Mor" vollständig in Betrieb gingen. Solche Projekte verschlingen zwar anfangs hohe Kosten, können sich aber umso mehr auszahlen, da sie anders als Kohle- und Gaskraftwerke keine Brennstoffkosten verursachen.

RWE war wie der Konkurrent E.ON nach der Jahrtausendwende nur zögerlich in das Ökostromgeschäft eingestiegen und hatte von 2008 bis einschließlich 2014 jährlich rund eine Milliarde Euro investiert. Inzwischen sitzt das Geld nicht mehr so locker. Für den Zeitraum von 2015 bis 2017 seien nur noch insgesamt Investitionen von einer Milliarde Euro geplant, sagte Bünting. "Es sind die Mittel, die RWE zur Verfügung stellt", erklärte er mit Verweis auf die fast 31 Milliarden Euro Schulden des Mutterkonzerns. RWE hole daher auch Partner ins Boot.

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"Wir sind ein Wachstumsbereich des Konzerns", betonte Bünting. 2015/16 wolle Innogy auch unter dem Strich schwarze Zahlen schreiben. Für 2014 hatte RWE wegen Projektverzögerungen und Abschreibungen die Prognose der Ökostromtochter gekürzt. Statt eines Wachstums rechnet der Konzern mit einem Rückgang des operativen Ergebnisses. 2013 war das betriebliche Ergebnis um sieben Prozent auf 196 Millionen Euro gestiegen. Die Zahlen für 2014 legt das Management im März vor.

Der Versorger war beim Ökostromgeschäft immer wieder zurückgeworfen worden. Der Anschluss von Windparks verzögerte sich wegen fehlender Leitungen, Projekte wurden teurer als geplant und in Spanien zog die Regierung Förderzusagen zurück. Wegen dieses Vorgehens habe RWE nun den spanischen Staat vor einem Schiedsgericht in Washington verklagt, berichtete Bünting. Von den Förderkürzungen seien Wind- und Wasserkraftprojekte des Konzerns betroffen, außerdem das mit Partnern wie den Stadtwerken München gebaute Solarthermiekraftwerk Andasol 3. Insgesamt erhoffe sich RWE von den Klagen eine niedrigen dreistelligen Millionenbetrag. Bis zu einer Entscheidung könnten aber drei bis vier Jahre vergehen. "Es ist aufwendig, aber wir halten es für durchaus erfolgversprechend."

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