RWE: Schwaches Handelsgeschäft verdirbt Ergebnis

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RWE: Schwaches Handelsgeschäft verdirbt Ergebnis

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RWE muss starke Einbüßen bei Umsatz und Gewinn hinnehmen.

Ein Einbruch im Energie-Handelsgeschäft hat RWE das Halbjahresergebnis verdorben. Das betriebliche Ergebnis sackte um gut sieben Prozent ab. Dennoch hält Konzernchef Peter Terium an seinen Plänen fest.

Der Energiekonzern RWE muss vor dem geplanten Börsengang seiner Ökostromtochter erneut Einbußen hinnehmen. Vor allem wegen Verlusten im saisonal stark schwankenden Handelsgeschäft sei der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 5,5 Prozent auf 3,01 Milliarden Euro gefallen, teilte der Versorger am Donnerstag mit. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem Ebitda von 3,2 Milliarden Euro gerechnet. Das Nettoergebnis fiel um knapp 74 Prozent auf 457 Millionen Euro. Im Vorjahreswert hatte sich allerdings noch der Verkauf der Öl- und Gasfördertochter Dea niedergeschlagen.

RWE-Chef Peter Terium bekräftigte die Prognose, wonach das Ebitda im Gesamtjahr auf 5,2 bis 5,5 Milliarden Euro von zuletzt sieben Milliarden Euro schrumpfen soll. Das Handelsgeschäft werde allerdings im Gesamtjahr schlechter als erwartet und das Vertriebsgeschäft besser als erwartet ausfallen.

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Während das Handelsgeschäft einen Betriebsverlust von 156 Millionen Euro einfuhr, konnte RWE in der Stromerzeugung aus Kohle- und Gaskraftwerken den Gewinn um gut ein Drittel auf 390 Millionen Euro steigern. Hier hätten sich die Einsparungen und der Verkauf von Grundstücken in Großbritannien positiv niedergeschlagen. Auch seien weniger Kosten für die Kernbrennstoffsteuer angefallen.

RWE und der Ökostrom Trübe Aussichten für Teriums Hoffnungsträger

RWE drücken hohe Schulden und die Milliarden-Last des Atomausstiegs. RWE-Chef Peter Terium muss die Investoren für seine Ökostrom-Pläne begeistern. Ein erster Schritt wären da gute Halbjahreszahlen.

RWE legt in die Tochter Innogy große Hoffnungen. Quelle: dpa Picture-Alliance

Terium zufolge geht es bei der lange Zeit schwächelnden Tochter in Großbritannien aufwärts. "Nach hohen Kundenverlusten im Vorjahr hat sich unsere Wettbewerbsposition bei britischen Haushalten wieder stabilisiert."

Terium bekräftigte die Pläne, noch in diesem Jahr rund zehn Prozent der Anteile der Ökostromtochter an die Börse zu bringen. Die Konzerne müssen Milliardenlasten für den Atomausstieg stemmen. Terium will nach dem Börsengang an die Spitze der Tochter wechseln, in der auch das lukrative Geschäft mit Strom- und Gasnetzen und dem Vertrieb gebündelt wird. Beim Mutterkonzern bleiben die Kohle- und Gaskraftwerke sowie der Energiehandel.

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