RWE sucht Partnerunternehmen: Peter Terium prognostiziert eine „Phase von Übernahmen und Zusammenschlüssen“

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KommentarRWE sucht Partnerunternehmen: Peter Terium prognostiziert eine „Phase von Übernahmen und Zusammenschlüssen“

von Andreas Wildhagen

Ganz „unabhängig von Eigenständigkeit und Partnerschaft: RWE wird gestärkt aus dem Umbau hervorgehen“. Das sagte RWE-Chef Peter Terium in einem Interview.

Da war es, das Wort „Eigenständigkeit“, das in den Zusammenhang von „Übernahmen“ und „Zusammenschlüssen“ gestellt wird. Und das vom Vorstandschef höchstpersönlich. Kein Zweifel: Aus diesen klaren Worten ist zu lesen, dass RWE ein Partnerunternehmen sucht, mit dem zusammen es die Energiewende besser meistern kann. Wer könnte das sein? Am Dienstagmorgen kochte aufgrund der Terium-Worte in der Süddeutschen die Gerüchteküche in Frankfurter Finanzkreisen und im Ruhrgebiet hoch: Wer könnte dieser Partner sein?

In Deutschland fällt ein möglicher Fusionspartner weg. Das Kartellamt hätte etwas dagegen. „RWE benötigt einen Partner, mit dem zusammen das Unternehmen nicht die Schwächen verdoppelt, sondern ausgleicht“, sagt ein RWE-Manager, der ungenannt bleiben möchte. Also kommen keine Versorger in Frage, die hohe Schulden plagen, die von der Last unrentabler Kohlekraftwerke belastet werden oder die gar Atomkraftwerke betreiben. Ein absolutes No-Go für RWE, die zu 25 Prozent nordrhein-westfälischen Kommunen gehören. Damit fallen die meisten der europäischen Versorger weg, sowohl im Süden (Spanien, Italien) wie auch im Westen (die französische EdF ist ein gigantischer Atomkraftwerksbetreiber). In Osteuropa setzen die Energieunternehmen ebenfalls stark auf Atomkraft oder auf Kohle. Das sind alles keine potenziellen RWE-Partner.

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„Schauen Sie doch mal nach Norden“, sagt sybillinisch ein Analyst am Tag, an dem das Terium-Interview über alle Medienkanäle geht. Da wäre zum Beispiel das dänische Staatsunternehmen Dong. Kein Atomkraftwerksbetreiber, dafür ein überaus starker Investor in Windenergie, besonders Offshore. In diesen Bereich wollte RWE bisher stark investieren, doch es fehlte Glück, Geld und Gelegenheiten. „Dong könnte das ausgleichen“, sagt ein Analyst. Es ist erklärtes Ziel der dänischen Dong, auch in Deutschland zu investieren. Mit RWE bekämen die Dänen Millionen von Haushalts- und Industriekunden. Selbst die Braunkohle könnte, wenn sich die zur Zeit hart verhandelnden Koalitionäre in spe auf Staatshilfen einigen, für die Dänen ein attraktives Geschäft sein, sofern sie RWE an ihrer Seite haben. In Skandinavien hat man Erfahrung mit deutscher Braunkohle. Der benachbarte schwedische Staatskonzern Vattenfall ist in Deutschland zusammen mit RWE großer Braunkohleförderer und Verstromer – Vattenfall in Mitteldeutschland, RWE in Westdeutschland.

Auf das Dong-Gerücht reagierte RWE heute Morgen mit dem Satz: „No Comment“.

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