RWE verschärft Sparkurs: Energieriese streicht Tausende Jobs

RWE verschärft Sparkurs: Energieriese streicht Tausende Jobs

, aktualisiert 07. Juli 2016, 13:55 Uhr
Bild vergrößern

RWE zieht die Sparschraube an - weitere Jobs fallen weg

RWE ringt mit einem anhaltenden Gewinnschwund. Jetzt setzt der Energiekonzern erneut den Rotstift an: Bis 2018 sollen die jährlichen Kosten um mehr als eine Milliarde Euro gedrückt werden. Auch durch Stellenstreichungen.

RWE verschärft angesichts weiter geschrumpfter Gewinne aus der Stromerzeugung seine Sparpläne und baut zusätzliche Stellen ab. Bis 2018 sollten die jährlichen Kosten der RWE-Erzeugungstochter RWE Power um 1,5 Milliarden Euro verringert werden, sagte Power-Vorstandschef Matthias Hartung am Donnerstag in Bergheim im Rheinischen Revier. Derzeit liege die Einsparung bei gut einer Milliarde Euro im Jahr im Vergleich zu 2013.

RWE Power wolle von jetzt knapp 14.000 Stellen bis 2020 europaweit (mit Großbritannien und Niederlande) rund 2300 Stellen abbauen, sagte Power-Personalchef Erwin Winkel, davon etwa 1600 im Rheinischen Revier. Dies solle möglichst sozialverträglich geschehen. Vor einem Jahr war noch ein Einsparziel von rund 2000 Stellen genannt worden. Gespräche mit den Gewerkschaften laufen bereits. Dabei geht es auch um den Abbau weiterer tariflicher Leistungen.

Anzeige

Das betriebliche Ergebnis der RWE-Stromerzeugung war im ersten Quartal im Vorjahresvergleich um etwa ein Fünftel auf 354 Millionen Euro zurückgegangen. Der Börsenstrompreis war zu Jahresbeginn auf einen neuen Tiefststand von annähernd 20 Euro pro Megawattstunde gesunken und hat sich seitdem nur leicht erholt. Noch vor wenigen Jahren lag er bei 50 Euro.

RWE-Hauptversammlung Peter Terium droht Stunk mit den Aktionären

Die RWE-Aktionäre sind sauer. In diesem Jahr wird es keine Dividende geben. Für Konzern-Chef Peter Terium wird die Hauptversammlung des Energieversorgers in diesem Jahr besonders ungemütlich.

RWE-Chef Peter Terium (rechts) und sein designierter Nachfolger Rolf Martin Schmitz: Auf der Hauptversammlung dürfte es für die beiden Vorstände ungemütlich werden. Quelle: AP

Hartung begrüßte die am Vortag veröffentlichte neue Leitentscheidung der NRW-Landesregierung für den Braunkohletagebau im Rheinland. Zwar verringere sich damit die geplante Abbaumenge um mehrere hundert Millionen Tonnen. Die energiewirtschaftliche Erforderlichkeit des Tagebaus für die Zeit nach 2030 sei aber ohne zeitliche Begrenzung bestätigt worden. RWE plane, bis Mitte des Jahrhunderts die genehmigten Tagebaue weiterzuführen, sagte Hartung. Dies sei ein „verlässlicher Fahrplan“, um den man keine Ausstiegsdiskussionen ranken sollte.

Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%