RWE: Zwei Drittel von 15 Milliarden Euro Investitionen liegen brach

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Die konventionellen Kraftwerke von RWE wie hier das Kraftwerk Niederaußem rauchen im Winter - die grüne Konkurrenz in Form von Windrädern steht direkt nebenan

von Reinhold Böhmer und Henning Krumrey

Durch die Flut an grünem Strom kann RWE seine konventionellen Kraftwerke, in die der Konzern in den vergangenen sechs Jahren 15 Milliarden Euro investiert hat, kaum auslasten.

„Von diesen 15 Milliarden Euro Investitionen liegen derzeit etwa zwei Drittel brach. Und das letzte Drittel verdient nicht einmal seine Vollkosten“, sagte Vorstandschef Peter Terium der WirtschaftsWoche. Der Niederländer, der seit Juli 2012 den zweitgrößten deutschen Energieriesen führt, räumte ein, dass der gesamte Kraftwerkspark des Essener Stromkonzerns unter dem Ausbau der erneuerbaren Energien leidet. „Zurzeit haben es mehrere Tausend Megawatt von insgesamt 50.000 Megawatt an Kapazitäten richtig schwer“, sagte Terium.

CO2-Emissionen: RWE-Chef unter bestimmten Bedingungen für Reduzierung der Zertifikate

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RWE-Chef Peter Terium ist bereit, unter bestimmten Bedingungen eine Reduzierung der staatlich bereit gestellten CO2-Emissionsrechte zu akzeptieren, um dadurch deren Preise zu erhöhen. „Das System muss aber so geändert werden, dass schnell neue und anspruchsvolle Emissionsziele für 2030 festgelegt werden. Sodann müssen das Wirtschaftswachstum und der Ausbau der erneuerbaren Energien Eingang in die Preisfindung, sprich: in die Bereitstellung der Emissionsrechte, finden“, sagte Terium der WirtschaftsWoche. „Dann und nur dann könnte ich beim Emissionshandel einen Neuanfang akzeptieren, durch den die Menge der vom Staat bereitgestellten Emissionszertifikate reduziert würde.“

Damit schwenkt Terium auf die Forderung von E.On-Chef Johannes Teyssen ein, der von der Politik gefordert hatte, weniger CO2-Emissionsrechte zur Verfügung zu stellen. Mit rund fünf Euro pro Tonne CO2  sind die Zertifikate  zurzeit so preiswert, dass insbesondere RWE mit seinen Braunkohlekraftwerken so kostengünstig produziert, dass kaum Anreize für eine Minderung der CO2–intensiven Stromproduktion bestehen.

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