Schweizer Siemens-Konkurrent: ABB-Chef wirft überraschend das Handtuch

Schweizer Siemens-Konkurrent: ABB-Chef wirft überraschend das Handtuch

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ABB-CEO Joe Hogan verlässt den Konzern. Wann, steht noch nicht fest.

Der Elektrokonzern ABB muss sich nach einem neuen Chef umsehen: CEO Joe Hogan verlässt unerwartet das Unternehmen. Als Auslöser werden private Gründe angegeben.

Der Schweizer Elektrotechnikkonzern ABB verliert überraschend seinen Chef. CEO Joe Hogan werde das Unternehmen aus privaten Gründen verlassen, teilte der Konzern aus Zürich am Freitag mit. Der Zeitpunkt seines Ausscheidens stehe noch nicht fest, hieß es weiter. Hogan werde den Siemens -Konkurrenten solange führen, bis ein Nachfolger gefunden ist.

Auf der Internetseite des Konzerns lobt Verwaltungsratschef Hubertus von Grünberg Hogans Leistungen im Unternehmen. Er sei ein großartiger und erfolgreicher CEO, der bei der Führung des Unternehmens durch die schlimmste Krise, seit er sich erinnern könne, einen bemerkenswerten Job gemacht habe. ABB sei nun in einer wesentlich besseren Position als noch vor fünf Jahren, bevor Hogan an Bord kam.

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Joe Hogan war seit September 2008 CEO der ABB-Gruppe. Während seiner Zeit an der Führungsspitze investierte das Unternehmen rund 20 Milliarden Dollar, um seine Marktführerschaft in den Bereichen Energie und Automationstechnik auszubauen. Hogans Führung habe die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens deutlich verbessert, lobt von Grünberg.

Joe Hogan selbst ließ verlauten, dass ihm die Entscheidung für den Abschied sehr schwer gefallen sei. Weitere Angaben zu den Gründen machte er aber nicht. Ein Konzernsprecher sagte der Nachrichtenagentur sda, es gebe weder ein Zerwürfnis mit dem Verwaltungsrat noch operative oder gesundheitliche Gründe für den Rücktritt.

Die ABB-Aktie verlor am Morgen ein Prozent auf 21,36 Franken, während Siemens in einem freundlichen Umfeld 0,3 Prozent zulegten.

ABB schlug sich in der Vergangenheit besser als die direkten Rivalen Siemens und Philips. Im ersten Quartal hatte den Schweizern ein dickes Auftragspolster über die Schwäche im kurzfristigen Geschäft mit Fabrikausrüstungen hinweggeholfen. Zwar schrumpfte der Gewinn wegen Währungseffekten und höherer Zinslasten um drei Prozent auf 664 Millionen Dollar. Dank Einsparungen konnte ABB allerdings das operative Ergebnis (Ebitda) um fast ein Fünftel auf 1,46 Milliarden Dollar nach oben treiben. Der Umsatz legte um fast ein Zehntel auf 9,7 Milliarden Dollar zu.

Die ABB-Gruppe ist laut Unternehmensangaben in rund 100 Ländern vertreten und beschäftigt etwa 145.000 Mitarbeiter.

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