Siemens: Energie-Vorstoß von Turbinenaufträgen in Frage gestellt

ThemaSiemens

Siemens: Energie-Vorstoß von Turbinenaufträgen in Frage gestellt

Bild vergrößern

Analysten sind unzufrieden mit der Entwicklung des Energiegeschäfts von Siemens-Chef Joe Kaeser.

Siemens sollte "die" Adresse für Strom-Erzeugung und -Verteilung werden. Doch um das Ziel von Siemens-Chef Joe Kaeser zu erfüllen, steht dem Konzern noch ein hartes Stück Arbeit bevor.

Der Gewinn der von Vorstandsmitglied Lisa Davis geführten Stromsparte fiel im vierten Quartal um mehr als 25 Prozent. Die Profitabilität von Gasturbinen, einer der Hauptumsatzträger des Herstellers, wird weiter sinken, sagte sie am Donnerstag, denn die Aufträge seien wie erwartet zurückgegangen.

“Unsere Ergebnisse im vierten Quartal zeigen deutlich, dass wir einiges an Arbeit vor uns haben”, sagte Davis in einem Redetext zur Bilanz-Pressekonferenz in Berlin. Im August erst war die Amerikanerin Davis von Royal Dutch Shell Plc zu Siemens gewechselt.

Anzeige

Der große Konzernumbau Bei Siemens drängt die Zeit

Siemens-Chef Joe Kaeser baut den Konzern radikal um. Bald müssen Ergebnisse folgen - denn die Investoren werden ungeduldig. Am Mittwoch gab der Aufsichtsrat grünes Licht für den Hörgeräte-Verkauf.

Quelle: Presse

Kaeser hatte im Mai zugegeben, dass Europas größter Maschinenhersteller langsamer als die meisten Wettbewerber von dem Schiefergas-Boom in den USA profitieren würde. Auch wenn Siemens insgesamt 6,8 Mrd. Euro in diesem Jahr für den Kauf von der Energiesparte von Rolls-Royce Holdings Plc und den Kompressorenhersteller Dresser Rand Inc ausgegeben hat, sind Analysten immer noch unzufrieden mit der Entwicklung des Energiegeschäfts.

Siemens könne wegen sinkender Preise und seines kleinen Servicegeschäftes Probleme haben, die Profitabilität seines Gas- und Stromgeschäftes zu erhöhen, sagte Gael de Bray, ein Analyst von Société Générale in Paris.

“Das wahre Problem bezieht sich auf die Rentabilität der Kerngeschäfte Strom und Gas”, sagte er. “Preisdruck und ein ungünstiges Verhältnis mit einem geringeren Servicegeschäft belasten das Ganze.”

Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibung und Amortisierung (Ebitda) der Energiegeschäfte von Siemens betrug 2014 insgesamt 1,99 Mrd Euro, was 8,1 Prozent vom Umsatz entspricht. Das ist weniger als das Margenziel des Konzerns von 10 bis 15 Prozent des Umsatzes.

weitere Artikel

Davis hatte am Donnerstag einen Plan zur Bewältigung der steigenden Herausforderungen vorgestellt. Außer den Kapazitätssenkungen, sollen die kleineren Gasturbinen, die durch die Rolls-Royce- und Dresser-Rand-Transaktionen dazukommen sind, Siemens dabei helfen die Abhängigkeit von den großen Gasturbinen zu reduzieren, sagte sie. Denn diese stünden laut Davis unter dem größten Kostendruck.

Trotzdem sagte Kaeser im vergangenen Monat, dass Siemens es bis mindestens 2018 nicht schaffen werde, so schnell wie die Hauptkonkurrenten zu wachsen.

“Das ist das Problem mit Siemens, man muss immer ein bisschen zu lange warten”, sagte de Bray.

Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%