Solarbranche: Deutscher Weltmarktführer in Bedrängnis

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Solarbranche: Deutscher Weltmarktführer in Bedrängnis

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Selbst das größte Photovoltaikdach Hessens der Solartechnikfirma SMA in Niestetal kann die Konkurrenz von Power One nicht aufhalten.

von Georg WeishauptQuelle:Handelsblatt Online

Die Überkapazitäten auf dem Weltmarkt belasten SMA Solar eigentlich schon genug. Jetzt greift auch noch Power One an und baut ein neues Werk in Indien. Das Unternehmen will seinen Anteil auf dem Weltmarkt damit erhöhen.

Power One hat große Pläne im Solargeschäft. Der US-Konzern will dem Weltmarktführer für Wechselrichter SMA Solar aus Niestetal bei Kassel Marktanteile abjagen. "Wir wollen deutlich mehr Wechselrichter produzieren und verkaufen als im vergangenen Jahr", sagte Alex Levran, Chef der Sparte erneuerbare Energien, dem Handelsblatt. Er will die Produktion um 38 Prozent steigern. In Ziffern: von 2,9 auf 4,0 Gigawatt Gesamtleistung. Levran will so den Anteil der Nummer zwei auf dem Weltmarkt von "elf bis zwölf Prozent im vergangenen Jahr auf 13 bis 15 Prozent steigern".

Wechselrichter sind das elektronische Herzstück von Solaranlagen. Sie wandeln den Gleichstrom der Photovoltaikmodule in Wechselstrom, wie er aus jeder normalen Steckdose kommt.

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Bislang ist SMA Solar mit Abstand Weltmarktführer. Doch der Anteil des deutschen Unternehmens ist in den vergangenen Jahren zurückgegangen. Er lag im Jahr 2009 noch bei über 40 Prozent, ist aber auf 29 Prozent gesunken, ohne den chinesischen Markt sind es noch 35 Prozent.

Der Abstand zwischen Wettbewerbern ist groß

Das liegt zum einen daran, dass der Weltmarkt in den vergangenen Jahren beträchtlich gewachsen ist. Er erreichte im vergangenen Jahr 26 Gigawatt. Außerdem haben die über lange Zeit sehr attraktiven Margen viele Hersteller angelockt. Heute gibt es etwa 400 meist kleine Unternehmen, davon mehr als 200 aus Asien, die Wechselrichter anbieten.

"Etwa die Hälfte aller Produktionskapazitäten für Wechselrichter ist derzeit nicht ausgelastet", schätzte Pierre-Pascal Urbon, Vorstandschef und Finanzchef von SMA Solar, im Frühjahr. Allerdings ist der Abstand zwischen den Herstellern groß.

Die drei größten vereinen mehr als 45 Prozent des Markts auf sich. Anders als bei Solarmodulen spielen die internationalen Elektronikkonzerne im Wechselrichter-Markt noch keine große Rolle. Allenfalls Siemens hat es nach Berechnungen der Marktforscher von IMS Research auf den sechsten Platz weltweit geschafft.

Es ist weitaus komplexer, eine Wechselrichterfertigung hochzuziehen als ein Werk für Solarmodule. IMS erwartet, dass der Gesamtumsatz der Branche bis 2015 jährlich um durchschnittlich zehn Prozent auf rund zehn Milliarden Dollar wächst.

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