Solarbranche: Q-Cells geht in die Insolvenz

Solarbranche: Q-Cells geht in die Insolvenz

Quelle:Reuters, dpa

Der Solarkonzern Q-Cells ist pleite. Am Dienstag wird es endgültig offiziell. Nach Scheitern des Sanierungsplans, stellt das Unternehmen morgen den Insolvenzantrag.

Was sich nach dem Scheitern des Sanierungsplans schon abzeichnete wird am Dienstag offiziell werden: Der Solarkonzern Q-Cells geht in die Insolvenz.

Das Unternehmen aus dem ostdeutschen Bitterfeld-Wolfen kündigte am Montag an, dass am Dienstag beim zuständigen Amtsgericht Dessau der entsprechende Antrag gestellt würde.

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„Nach intensiver Prüfung von alternativen Konzepten zur Umsetzung der Finanzrestrukturierung ist das Management zu der Einschätzung gelangt, dass die Fortführungsprognose für das Unternehmen nicht mit hinreichender rechtlicher Sicherheit wiederhergestellt werden kann“, heißt es vom Unternehmen. Damit sei die Stellung eines Insolvenzantrags möglich geworden.

Ende vergangener Woche gab die angeschlagene Q-Cells ihren Sanierungsplan auf, weil der Vorstand Klagen gegen das Konzept befürchtete. Zudem entmutigt von einem Gerichtsurteil im Fall des mittlerweile insolventen Holzverarbeiters Pfleiderer, begrub der Konzern das Vorhaben, dass Gläubiger seiner Anleihen dem Unternehmen einen Zahlungsaufschub gewähren sollen.

Zweite Solar-Pleite in wenigen Wochen

Der Solarkonzern war 2011 mit einem Minus von 846 Millionen Euro tief in die roten Zahlen gerutscht und erwartet auch keine Besserung für sich und die Branche, die unter Preisverfall, Billigkonkurrenz und Förderkürzungen leidet.

Q-Cells wollte einen drastischen Finanz- und Schuldenschnitt - jetzt geht es in die Pleite. Die Insolvenz von Q-Cells ist binnen weniger Wochen die nächste Pleite in der Solarwirtschaft. Zuletzt hatte Ende März die Briloner Solarhybrid einen Insolvenzantrag gestellt.

Q-Cells Betriebsratschef Schmorl hatte kurz zuvor am Montagmittag noch gesagt, es gebe „nichts zu kommentieren“. Die Belegschaft habe natürlich Fragen, das liege in „der Natur eines Menschen“. Am Montag sei der Betriebsrat mehrfach mit der Frage konfrontiert worden, „was bedeutet das für uns?“ sagte Schmorl. Allein in Bitterfeld-Wolfen arbeiten 1.700 Frauen und Männer für das Unternehmen.

Quelle:  Reutersdpa
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