Solarindustrie: Einer gegen 1,3 Milliarden

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Solarindustrie: Einer gegen 1,3 Milliarden

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Solarworld-Chef Frank Asbeck legt sich mit den Chinesen an.

von Mario Brück

Chinesische Solarfirmen fluten die Märkte rund um den Globus mit billigen Solarpanelen. Frank Asbeck, Chef des deutschen Branchenprimus Solarworld, vermutet unlauteren Wettbewerb und klagt nun beim US-Handelsministerium gegen die chinesischen Dumpingpreise.

Dallas-Bösewicht J.R. Ewing alias Larry Hagmann, die bekannte Werbefigur für Solarmodule des Bonner Branchenprimus Solarworld, kann mächtig stolz auf seinen Geldgeber sein. In bester J.R.-Fiesling-Manier legt sich Solarworld-Chef Frank Asbeck nämlich mit jedem und allen an. Jetzt sogar mit China, einem Land mit 1,3 Milliarden Einwohnern.

Die Chefs westlicher Solarmodulhersteller, vor allem aus Deutschland, jammern schon seit Jahren über mögliche Marktmanipulationen der chinesischen Konkurrenten. Selbst gepämpert mit Milliardensubventionen hielten sie sich jedoch bislang bedeckt. Anders Asbeck. Der deutsche Sonnenkönig und prominenteste Branchenvertreter marschiert vorweg und geht erstmals rechtlich gegen die asiatischen Wettbewerber vor.

Mitte Oktober hatte Asbeck über seine US- amerikanische Tochter Solarworld Industries Americas in Hillsboro im US-Bundesstaat Oregon und gemeinsam mit sechs weiteren US-Solarunternehmen – der so genannten Coalition for American Solar Manufacturing (CASM) - eine Petition beim US-Handelsministerium und der Internationalen Handelskommission ITC eingereicht. Mit Erfolg.

Stress mit den Chinesen

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Das US-Handelsministerium hat begonnen, Dumpingvorwürfe und nicht wettbewerbskonforme Subventionen chinesischer Unternehmen auf dem US-Markt zu untersuchen.
Asbeck und seine sechs Mitstreiter, die allerdings bis dato nicht namentlich bekannt sind, eint der Kampf gegen die wachsende Flut von Billigimporten aus China. Mit Preiswert-Modellen haben sich die Chinesen mittlerweile mehr als die Hälfte des Weltmarktes einverleibt.

Und das angeblich mit unsauberen Methoden. Die klagenden Solaranlagenhersteller werfen der chinesischen Konkurrenz unlauteren Wettbewerb vor. Stein des Anstoßes sind vor allem die zahlreichen Subventionen des chinesischen Staates. So könnte die chinesische Konkurrenz Produkte zu Preisen unterhalb der Herstellungskosten anbieten.

„Wir haben in unserer Petition in den USA alleine über 50 Subventionstatbestände aufgelistet, die allesamt nicht bei der WTO angemeldet sind, obwohl sie es eigentlich sein müssten“, sagt ein Solarworld-Sprecher. Alle aufgelisteten Subventionen kämen chinesischen Herstellern von Solarstromsystemen zugute.

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