Solarworld-Sanierung: Weitere Gläubiger stimmen Rettungspaket zu

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Solarworld-Sanierung: Weitere Gläubiger stimmen Rettungspaket zu

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Es sieht ganz so aus, als könnte Solarworld-Chef Frank Asbeck den Hersteller vor einer Insolvenz bewahren.

Auch eine zweite Gläubigergruppe hat dem Rettungsplan für Solarworld zugestimmt. Damit hat Asbeck eine weitere Hürde genommen, um den angeschlagenen Solarmodulhersteller vor einer Insolvenz zu bewahren.

Die Geldgeber einer Anleihe von 400 Millionen Euro stimmten am Dienstag in Bonn nahezu geschlossen (mit 99,8 Prozent) für den Sanierungsplan des Solarmodulherstellers Solarworld. Die Gläubiger müssen dabei auf viel Geld verzichten. Die Anleihegläubiger sollen auf 55 Prozent ihrer Forderungen verzichten, im Tausch dafür sollen sie Solarworld-Aktien erhalten, die aber wenig wert sein werden.

Die für einen Beschluss erforderliche Präsenz der Gläubiger von 25 Prozent des Anleihevolumens wurde deutlich übertroffen. Nach Angaben eines Teilnehmers lag das Quorum bei mehr als 36 Prozent.

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Eine erste Gläubigergruppe einer Anleihe im Volumen von 150 Millionen Euro hatte dem Rettungsplan am Montag bereits fast geschlossen (mit 99,9 Prozent) zugestimmt. Jetzt müssen an diesem Mittwoch noch die Aktionäre auf einer außerordentlichen Hauptversammlung entscheiden, ob sie auch zu starken Einbußen über einen drastischen Kapitalschnitt bereit sind.

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Statt 150 Aktien sollen sie nur noch eine im Depot haben - und das bei starken Kursverlusten in den vergangenen Jahren. Der Schnitt trifft auch Asbeck, der allein rund 28 Prozent der Aktien hält. Er will aber im Zuge der Sanierung rund 10 Millionen Euro frisches Geld investieren. Zudem will ein Großinvestor aus Katar mit 35 Millionen Euro einsteigen und außerdem ein Darlehen in Höhe von 50 Millionen Euro geben.

Dennoch dürfte es Solarworld nach Ansicht von Experten schwer fallen, aus den roten Zahlen herauszukommen. Allein 2012 betrug der Verlust knapp 480 Millionen Euro. Der Hersteller steckt in der Zange: Er muss sich in einem Markt behaupten, der von Förderkürzungen an den europäischen Heimatmärkten und unvermindert scharfer Konkurrenz aus Fernost geprägt wird.

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