Solarworlds Erfolg im Ausland: "Die Nachfrage in den USA ist explodiert"

Solarworlds Erfolg im Ausland: "Die Nachfrage in den USA ist explodiert"

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Solarworld sieht einen Silberstreif am Horizont.

Solarworld hat harte Einschnitte hinter sich. Jetzt ist das Unternehmen offenbar wieder im Aufschwung. Der Solarmodulhersteller schreibt nicht nur schwarze Zahlen, sondern baut auch seine Kapazitäten in den USA aus.

Der angeschlagene Solarmodulhersteller Solarworld sieht sich vor allem dank eines besseren Auslandsgeschäfts auf Erholungskurs. Nach dem Schuldenschnitt vom Frühjahr und Beginn des Konzernumbaus meldeten die Bonner zuletzt wieder schwarze Zahlen im laufenden Geschäft für die ersten neun Monate des Jahres. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern lag demnach bei 77 Millionen Euro - im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen einen operativen Verlust von 95 Millionen Euro verbucht. Angaben zum Nettoergebnis machte Solarworld bei der Vorlage vorläufiger Zahlen nicht. Insgesamt steigerte Solarworld die Absatzmenge von Januar bis Ende September von 390 auf 602 Megawatt - und lag damit bereits Mitte September über dem Gesamtniveau von 2013.

In Deutschland kämpfen die Betriebe aus der Solarbranche weiter mit der gesenkten staatlichen Förderung und der Billigkonkurrenz aus Asien. Viele gingen in der Vergangenheit Pleite. 2014 konnte Solarworld aber „entgegen dem negativen Trend des deutschen Gesamtmarkts im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht zulegen“, heißt es aus dem Unternehmen. Der inzwischen größte Einzelmarkt sind aber USA, auf die im dritten Quartal über 42 Prozent des Gesamtabsatzes entfielen. Vor einem Jahr betrug der Anteil dort noch 22 Prozent.

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Lichtblick in den USA

Angesichts florierender Geschäfte in den USA baut Solarworld seine Produktion aus. In Hillsboro im US-Bundesstaat Oregon werde die Kapazität zur Herstellung von Solarmodulen im kommenden Jahr auf 530 Megawatt (MW) von 380 Megawatt erhöht, teilte der Bonner Konzern mit. Auch die Produktionskapazität für Solarzellen werde aufgestockt. Dadurch entstünden 200 neue Jobs. Insgesamt investiert der jahrelang verlustreiche Konzern zehn Millionen Dollar.

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Die USA haben sich für die europäische Solarbranche als Lichtblick in der Krise entpuppt. "Die Nachfrage in den USA ist explodiert", sagte Solarworld-Chef Frank Asbeck der Nachrichtenagentur Reuters. Die Firma produziere vor Ort unter Vollauslastung und liefere derzeit die Hälfte des Gesamtabsatzes an US-Kunden. Dabei profitiert der Konzern auch von Antidumpingzöllen, die die USA auf chinesische und taiwanische Solartechnik-Importe erheben. Die vom US-Handelsministerium festgelegten Antidumpingzölle liegen im Schnitt bei 36 Prozent für Solarzellen aus Taiwan und bei 42 Prozent für Photovoltaik-Produkte, die in China gefertigt wurden. Nach Angaben von Solarworld will das US-Handelsministerium am 17. Dezember über die endgültige Höhe der Antidumpingzölle entscheiden.

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