Anteil erneuerbarer Energien steigt auf 33 Prozent

Stromerzeugung: Anteil erneuerbarer Energien steigt auf 33 Prozent

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Der Ausbau der Windkraftanlage trug zu höheren Anteilen der erneuerbaren Energien bei.

Die deutsche Energiewende hat 2017 deutliche Fortschritte gemacht. Verbraucherzentralen fordern die künftige Bundesregierung auf, die Kosten der Energiewende für private Kunden zu reduzieren.

Die Energiewende in Deutschland ist in diesem Jahr zumindest bei den Kraftwerken deutlich voran gekommen. Die Erneuerbaren Energien produzierten 2017 gut 15 Prozent mehr Strom und bauten ihren Anteil an der Erzeugung auf über ein Drittel aus, wie der Bundesverband der Energiewirtschaft (BDEW) am Mittwoch in Berlin aufgrund vorläufiger Zahlen mitteilte.

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Die Produktion aus der klimaschädlichen Stein- und Braunkohle ging dagegen um vier Prozentpunkte auf 37 Prozent zurück. "Der ganz klare Sieger sind die erneuerbaren Energien", sagte BDEW-Hauptgeschäftsführer Stefan Kapferer. Wenn sich die Entwicklung 2018 so fortsetze, würden die Erneuerbaren dann die Nummer eins sein. Grund für die Entwicklung ist zum einen der Ausbau von Solar- und Windkraftanlagen. Zum anderen blies 2017 der Wind besonders stark. Dagegen wurden eine Reihe von Kohlemeilern aus Kostengründen vom Netz genommen.

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Gemessen am Verbrauch des Stroms in Deutschland werden die Erneuerbaren nach Prognose des BDEW sogar einen Anteil von über 36 Prozent haben. Die Differenz zum Erzeugungs-Anteil von 33 Prozent erklärt sich durch den Stromexport. Seit Jahren liefert Deutschland große Mengen von Kohlestrom in die Nachbarländer. Kapferer sagte, die Zahlen zeigten, dass der Ausstieg aus der Kohle-Verstromung längst begonnen habe. Die Energiewirtschaft leiste damit auch ihren Beitrag für die Klimaziele der Bundesregierung. In den Verhandlungen zwischen Union, FDP und Grünen über eine Regierungsbildung hatte sich dagegen abgezeichnet, dass zusätzlich eine Leistung von etwa 14 größeren Kohlemeilern bis 2020 vom Netz genommen werden sollte.

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Der Hauptschuldige an dem drohenden Verfehlen des Klimaziels für 2020 sei der Verkehrssektor, sagte Kapferer. Der Verbrauch von Diesel und Benzin sei 2017 wieder gestiegen. Im Vergleich zu 1990 habe der Verkehr so überhaupt keine Treibhausgase eingespart. Kapferer regte an, ähnlich wie bei den Kraftwerken auch den Verkauf von CO2-Verschmutzungsrechten im Verkehr ins Auge zu fassen. Da der Strom immer sauberer werde und eine immer größere Rolle spielen solle, müsse dieser auf der anderen Seite von Kosten entlastet werden. So müsse die Stromsteuer auf das mögliche Mindestmaß gekürzt werden.

Die Verbraucherzentralen fordern indes von der künftigen Bundesregierung Entlastungen für private Stromkunden bei den Kosten der Energiewende. Dies wäre wichtiger als vielleicht die eine oder andere Steuer zu reduzieren, sagte der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), Klaus Müller, der Deutschen Presse-Agentur. „Zur Zeit zahlen die Verbraucher weit übermäßig die Zeche.“

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So entfielen auf private Haushalte 25 Prozent des Stromverbrauchs, aber 36 Prozent der Umlage-Zahlungen zur Förderung der erneuerbaren Energien, machte der vzbv-Chef deutlich. Gerechter wäre es, die in den vergangenen Jahren massiv ausgeweiteten Ausnahmen für die Industrie aus Steuermitteln zu bezahlen. Strom- und Heizkosten müssten für private Haushalte bezahlbar bleiben.

Überfällig sei zudem, Ausgaben zur energiesparenden Gebäudesanierung steuerlich absetzbar zu machen. Entsprechende Pläne waren in der vergangenen Wahlperiode an Widerständen aus den Ländern gescheitert.

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