Stromkosten: Die nächste Preiserhöhung ist da

Stromkosten: Die nächste Preiserhöhung ist da

Quelle:dapd

Deutschlands Stromkunden drohen wegen höherer Netzentgelte zur Finanzierung neuer Infrastruktur steigende Preise. 126 Versorger erhöhen die Tarife, sechs Millionen Haushalte sind betroffen.

Die Infrastruktur bei der Energieversorgung ist teuer - und die Kosten trägt der Verbraucher. Nach Schätzungen der Bundesnetzagentur werde sich wegen höherer Netzentgelte der Haushaltsstrom in den kommenden Jahren um fünf bis sieben Prozent verteuern, berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“. Dabei werde eine Steigerung der Netzentgelte um 16 bis 24 Prozent unterstellt. Für Industriestrom ist demnach eine Erhöhung der Netzentgelte um bis zu 54 Prozent und eine Strompreissteigerung von bis zu acht Prozent absehbar. Die Energiewende werde zwangsläufig „zu einer weiteren Erhöhung der Netzentgelte und damit des Strompreises
führen“, heißt es dem Blatt zufolge in einem Bericht für die Sitzung des politischen Beirats der Bundesnetzagentur am Montag.

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Auch die Subventionen für regenerative Energien landen letztlich beim Stromkunden. Kritiker weisen darauf hin, dass sich die Subventionen für die Solarbranche im Strompreis niederschlagen. Jeder Verbraucher zahlt rund 70 Euro allein für Ökostrom. So schreibt auch Wolfgang Clement in einem Gastbeitrag im Handelsblatt: "Der deutsche Strompreis, fast zur Hälfte politisch gemacht, bisher hinter Dänemark auf Platz 2, dürfte in Kürze der höchste in ganz Europa sein. Verantwortlich dafür ist die teils verfassungsrechtlich zweifelhafte, schlecht vorbereitete und viel zu hastige Energiewende."

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Der stetige Anstieg der Strompreise findet im April und Mai seinen vorläufigen Höhepunkt: Laut einer Auswertung des Vergleichsportals www.preisvergleich.de erhöhen zum 1. April und 1. Mai 2012 insgesamt 126 Stromanbieter ihre Preise für Privatkunden in 716 Tarifen. Im Schnitt werden die Preise um 3,68 Prozent anziehen. Bei einer 3-Köpfigen Familie mit einem Verbrauch von 3.500 Kilowattstunden, steigen die Kosten im Schnitt um 35 Euro pro Jahr. Insgesamt sind von der Erhöhung der Preise circa sechs Millionen Haushalte - speziell Kunden von Stadtwerken und Grundversorgern - betroffen. So erhöhen beispielweise die Stadtwerke Schaumburg-Lippe durchschnittlich ihren Preis (Privatkunden-Tarife ab 1.4.) um bis zu 119 Euro. Insgesamt werden die Preise für 97 Grund- und Ersatzversorgungstarife angehoben.



Quelle:  dapd
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