Viel passiert ist nicht. Die nachrichtenarme Zeit haben Institutionen und Verbände genutzt, um auf den desolaten Zustand...
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3 Kommentare
Vielen Dank für diesen interessanten Artikel.
Als jahrzehntelanger Mitarbeiter im TK-Konzern kann ich mich noch gut an Zeiten erinnern, wo intern von den Tailored Blanks in rosarot geschwärmt wurde - Und heute? Nichts mehr von zu hören.
ThyssenKrupp möchte wohl vom Stahlschmelzer-Image weg. Hin zu einem hypermodernen, smarten Technologiekonzern, der Aufzüge und Treppenlifte baut, aber von seinem Kerngeschäft immer weniger versteht.
In Alabama und Brasilien wurden integrierte Hüttenwerke aus dem Boden gestampft. Besonders das in Brasilien kommt nicht ans laufen und muss jedes Jahr mit immensem finanziellen Aufwand am leben gehalten werden. 12 Milliarden hat das Werk den TK Konzern bereits gekostet. Da ist klar, das das Geld im Inland knapp wird. Also ist mal wieder Trennung/Verkauf angesagt. Kürzlich musste die traditionsreiche Edelstahlsparte dran glauben. Die Nirosta wurde mitsamt der ganzen Stainless Steel Sparte an den Finnischen Konkurenten Outokumpu veräussert. Die übernahme läuft aktuell.
Mann muss sich vorstellen: Der Erfinder des rostfreien Edelstahls verkauft seine Edelstahlproduktion (die hauptsächlich im Inland stattfindet).
Mann muss kein großer Hellseher sein um zu wissen dass die nächste Krise im TK-Konzern die Carbon Steel Sparte treffen wird.
Ich kann den Managern nur ein Sprichwort mit auf den Weg geben:
Schuster, bleib bei deinen Leisten!
Dass auf das Kerngeschäft (die Stahlherstellung) kein Wert mehr gelegt wird, demonstriert in eindrucksvoller Weise die Mitarbeiterzeitschrift. Damals befasste man sich mit der Produktion und dem Arbeitsalltag in den Werken. Es handelte von Werken und dessen Mitarbeitern. Das waren in erster Linie Schmelzer, Walzer, Gießer oder Schlosser.
Heute ist dieses, damals umfangreiches Heft, zu einem besseren Faltblatt mutiert, aus dem einen nur junge, lächelnde Nachfolgemanager in Maßanzügen angrinsen.
ThyssenKrupp heißt für mich: Stahlindustrie.
Schuster, bleib bei deinen Leisten.

Komisch nur, dass Spiegel Online in diesen Tagen gerade ebenfalls einen Artikel über den neuen Golf 7 veröffentlicht hat und dort die Reduzierung von 23 kg in der Karosseriestruktur unter anderem auch auf den Einsatz von Tailored Blanks zurückgeführt wird. Offensichtlich hat nicht das Thema Tailord Blanks ein Problem, sondern der Umgang der Fa. ThyssenKrupp damit.

Uwes Ausführungen kann ich nur bestätigen - auf diese Weisen wird der Standort von fachunwissenden sog. "Managern" ohne Not kaputt gemacht. Das schlimme ist, daß vor lauter Unwissenheit am Ende auch noch die Frage gestellt wird: Wie konnte das bloß passieren?
Viel passiert ist nicht. Die nachrichtenarme Zeit haben Institutionen und Verbände genutzt, um auf den desolaten Zustand...
Kommentare zu: ThyssenKrupp trennt sich von einem alten Hoffnungsträger
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