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Terium treibt Strategie voran: RWE streicht 1,6 Milliarden Euro für Net4Gas ein

29. März 2013

RWE verkauft seine Gaspipeline-Tochter Net4Gas mit 500 Mitarbeitern und treibt so sein drastisches Sparprogramm weiter voran. Konzernchef Terium muss einen gigantischen Schuldenberg von 33 Milliarden Euro abtragen.

RWE-Chef Peter Terium kann mit dem Verkauf der tschechischen Gasnetztochter die klamme Kasse des Energiekonzerns füllen. Der Versorger veräußere die Firma Net4Gas für 1,6 Milliarden Euro an den Versicherungskonzern Allianz und den kanadischen Infrastrukturfonds Borealis. Die Transaktion solle in der zweiten Jahreshälfte abgeschlossen werden, erklärte RWE am Donnerstag.

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Terium treibt eine ganze Reihe von Beteiligungsverkäufen voran. Dem Konzern machen die Einbußen durch die Atomwende, ein schwächelndes Gasgeschäft und Schulden von über 33 Milliarden Euro zu schaffen. "Der Verkauf von Net4Gas ist ein weiterer Meilenstein unseres Desinvestitionsprogramms, mit welchem wir unsere Kapitalbasis und den finanziellen Handlungsspielraum stärken", sagte Terium.

Das sind die größten Energieversorger der Welt

  • Platz 10

    Die Rangliste der größten Energieunternehmen der Welt eröffnet Kansai Electric Power. Der japanische Versorger kam 2011 auf einen Umsatz von 33,3 Milliarden Dollar.

  • Platz 9

    Mit 39,3 Milliarden Dollar Umsatz liegt der südkoreanische Versorger Korea Electric Power (Kepco) auf dem neunten Rang.

  • Platz 8

    Iberdrola landet auf dem achten Platz. Der spanische Versorger erwirtschaftete 2011 Erlöse in Höhe von 41 Milliarden Dollar.

  • Platz 7

    Der britische Versorger SSE (Scottish and Southern Energy) landet auf Rang sieben der Rangliste. Umsatz 2011: 45,4 Milliarden Dollar.

  • Platz 6

    Der erste deutsche Energiekonzern findet sich auf Platz sechs wieder. RWE erwirtschaftete im Jahr 2011 Erlöse von 63,7 Milliarden Dollar.

  • Platz 5

    64,6 Milliarden Dollar erwirtschaftete Tokyo Electric Power im Jahr 2011. Besser bekannt ist das Unternehmen unter der Abkürzung Tepco. Nach der Katastrophe am Atomkraftwerk von Fukushima ist Tepco inzwischen mehrheitlich im Besitz des japanischen Staates.

  • Platz 4

    Électricité de France (EDF) schrammt knapp am Treppchen vorbei. Die Franzosen kommen mit einem Umsatz 2011 von 84,6 Milliarden Dollar auf Platz vier.

  • Platz 3

    Der größte italienische Energiekonzern ist weltweit die Nummer drei. Enel machte 2011 einen Umsatz von 103,2 Milliarden Dollar.

  • Platz 2

    Der französische Versorger GDF Suez findet sich auf Rang zwei der Rangliste. Im Jahr 2011 erwirtschaftete GDF Suez Erlöse in Höhe von 117,5 Milliarden Dollar.

  • Platz 1

    Der deutsche Branchenprimus ist auch weltweit die Nummer eins. Eon kam im Jahr 2011 auf einen Umsatz von 157,3 Milliarden Dollar - das reicht für die Spitzenposition.

Net4Gas betreibt Pipelines mit einer Länge von mehr als 3600 Kilometern und beschäftigt über 500 Mitarbeiter. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen einen Gewinn von rund 270 Millionen Euro erzielt. An der Firma waren auch der tschechische Versorger EPH und die tschechische Finanzgruppe KKCG interessiert. RWE hatte die Tochter bereits vor anderthalb Jahren zum Verkauf gestellt. Ein Deal hatte sich aber unter anderem wegen unklarer Regulierungsfragen in Tschechien verzögert.

RWE will auch DEA verkaufen

RWE ist wie auch der Konkurrent E.On unter Druck. Der Essener Konzern erwartet spätestens ab 2014 deutlich schrumpfende Gewinne. Zugleich fährt RWE die Investitionen zurück und streicht Tausende Stellen. "Wir müssen uns von Teilen unserer Aktivitäten trennen. Und wir werden in Zukunft deutlich weniger Mitarbeiter beschäftigen", hatte Terium vor drei Wochen auf der Bilanzpressekonferenz angekündigt.

Die bisherigen Verkaufsprozesse hatten sich hingezogen. Die Veräußerung seiner Beteiligung an dem hessischen Versorger Süwag musste RWE im vergangenen Jahr absagen. "Wir verkaufen nicht um jeden Preis", hat der RWE-Chef deutlich gemacht. Mit dem Deal in Tschechien hat der Konzern nun Verkäufe in einer Höhe von insgesamt 3,7 Milliarden Euro unter Dach und Fach gebracht.

RWE hatte sich unter anderem von der mit E.On geführten britischen Atomfirma Horizon Nuclear Power und von seinem Anteil an den Berliner Wasserbetrieben getrennt. Einnahmen in Milliardenhöhe könnte der Versorger durch den geplanten Verkauf der Gas- und Ölfördertochter Dea erzielen.

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