ThyssenKrupp: Die 13. Hauptversammlung bringt Pech

ThyssenKrupp: Die 13. Hauptversammlung bringt Pech

von Andreas Wildhagen

Auf der Aktionärsversammlung in Bochum wird deutlich: Der Konzern sucht sich noch immer selbst

Die Hagelkörner prasselten auf das Dach des Kongresszentrums, als ThyssenKrupp-Chef Heinrich Hiesinger in die erste große Antwortrunde einstieg. Die bohrenden Fragen nach dem Milliardenloch in Brasilien und in Alabama forderten trotz des Unwetters über Bochum die volle Konzentration des gebürtigen Allgäuers.

Brasilien und Alabama stehen für ein Fiasko des Managements, an beiden Standorten wurden vor einem Jahr Stahlwerke feierlich in Betrieb genommen, die seither nur Anlaufprobleme bereiten und einen Konzernverlust im vergangenen Jahr von nahezu 1,8 Milliarden Euro  produzierten. Die Botschaft von Hiesinger: Er kann keine Entwarnung geben, für das Jahr 2012 werden weitere Verluste aus diesen Problemzonen erwartet.

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Der Vorstandsvorsitzende von ThyssenKrupp, Heinrich Hiesinger, muss sich während der Aktionärsversammlung des Konzerns in Bochum kritischen Fragen stellen.

ThyssenKrupp-Manager sagten am Rande der Hauptversammlung, zum brasilianischen Brammenwerk werde man in Zukunft keine Zwischenberichte mehr abgeben. Bis Anfang 2014 werde es aber noch dauern, bis das Werk „voll eingeschwungen“ sei. Vorher will man sich nicht auf Prognosen festlegen. Ob ThyssenKrupp diese lange, selbst auferlegte Schweigeperiode unbeschadet durchhält?

Die Frage ist offen. Auf der 13. Hauptversammlung des fusionierten Konzerns ThyssenKrupp wurde offenbar, dass das Unternehmen in den vergangenen Jahren nicht weitergekommen ist. Die zivilen Teile der Werften sind nun verkauft, aber lange genug hat es gedauert. Die Edelstahlwerke konnten während des langen Fusionszeitraums nicht saniert werden, weil keines der Werke auf Druck des Betriebsrates geschlossen werden konnte.

Eine ICE-Zugfahrt von Düsseldorf nach Bochum zeigt auf der linken Seite die Stahlwerke von ThyssenKrupp, diese gehören alle zum Edelstahl und ThyssenKrupp will  sich von ihnen trennen. Das Titan-Werk in Essen, gleich gegenüber der gewaltigen Hauptzentrale soll auch nicht mehr zu ThyssenKrupp gehören, auf dieses Werk blickt Konzernchef Hiesinger, wenn er aus dem Fenster seines Büros guckt.

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