Solarworld streicht mehr als jede zehnte Stelle

Tiefrote Zahlen: Solarworld streicht mehr als jede zehnte Stelle

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Das Logo des Solarstromtechnologiekonzerns Solarworld

Solarworld - einer der letzten deutschen Solarkonzerne - kämpft seit Jahren gegen die Billig-Konkurrenz aus China. Nach einer harten Restrukturierung 2013 sollte es wieder aufwärts gehen. Stattdessen rutschen die Bonner erneut gefährlich in die roten Zahlen.

Der Photovoltaikkonzern Solarworld ist wegen der Billig-Konkurrenz vor allem aus China tief in die roten Zahlen gerutscht und streicht bis 2019 rund 400 seiner 3300 Stellen. Das teilte das Unternehmen am Freitag in Bonn mit. Vom Personalabbau betroffen seien etwa zu gleichen Teilen die Verwaltung und die Produktionswerke. Gespräche mit dem Betriebsrat würden dazu geführt. Solarworld produziert im thüringischen Arnstadt und im sächsischen Freiberg sowie in Hillsboro/USA. Aus Unternehmenskreisen hieß es, der Abbau werde Freiberg deutlich härter treffen als Arnstadt.

Vor Steuern und Zinsen (Ebit) hatte Solarworld 2016 einen Verlust von 99 Millionen Euro (Vorjahr: minus 4 Millionen Euro) erwirtschaftet. Der Umsatz hatte sich leicht auf gut 800 Millionen Euro erhöht. Für 2017 rechnet das Unternehmen mit einem besseren, aber weiterhin negativen Ergebnis.

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Solarworld plant als Reaktion auf den Preisdruck aus Fernost eine stärkere Konzentrationen auf Hochleistungsprodukte. „Nur so können wir uns von billig, billig aus China und anderswo absetzen“, sagte Firmenchef Frank Asbeck in einem Interview auf der Firmen-Homepage. Parallel zum Personalabbau solle jährlich ein mittlerer zweistelliger Millionenbetrag in den Ausbau der Technik investiert werden.

2017 plant das Unternehmen eine deutliche Kostensenkung und eine Steigerung des Solarmodulabsatzes bei etwa gleichem Unternehmensumsatz. Bis 2019 solle ein „sichtbar positives Ebit“ erreicht werden, sagte Asbeck in dem Interview.

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